Wie Sie mit Dynamic 3-D Secure-Verfahren gewinnen

Ein intelligentes Konzept für 3-D Secure verringert nicht nur Ihr Betrugsrisiko, sondern steigert auch Ihre Conversion Rate.

3-D Secure gilt häufig als Conversion-Killer.  Oft verkompliziert es den Zahlungsvorgang durch die Umleitung des Kunden auf eine Seite zur Code-Eingabe.

Da dieser Code häufig vergessen wird, brechen viele Kunden den Vorgang ab, was zu niedrigeren Conversion Rates für Händler führt.

Zur Vermeidung dieser Hürde setzen viele Unternehmen die passive Authentifizierung ein – etwa mittels Device Fingerprinting oder Verhaltensanalyse –, die auch die Grundlage des Risikomanagementsystems von Adyen RevenueProtect bildet.

Heute findet die aktive Authentifizierung aus mehreren Gründen wieder Beachtung. In den USA verlagern sich betrügerische Aktivitäten angesichts der mit EMV sicherer gewordenen POS-Systeme vermehrt ins Internet.

In Europa wird die neue PSD2-Richtlinie voraussichtlich Ende 2018 in Kraft treten und möglicherweise bei vielen Transaktionen eine Zwei-Faktor-Authentifizierung erfordern. 

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Die gute Nachricht: 3-D Secure bietet heutzutage mehrere Vorteile. Da wäre beispielsweise die Verlagerung der Haftung bei Chargebacks auf den Issuer.

Wie lässt sich das Beste aus 3-D Secure herausholen?

Nutzen Sie Dynamic 3-D Secure

Dynamic 3-D Secure bietet im Prinzip das Beste aus beiden Welten, denn es gestattet das optimale Gleichgewicht zwischen Betrugsbekämpfung und Conversion und zwar schon bevor die PSD2-Bestimmungen in Kraft treten. 

Adyen Dynamic 3-D Secure ist ein regelgesteuertes System, das spezifische Transaktionen durch 3-D Secure leitet. Dabei werden alle Transaktionen anhand der folgenden Kriterien geprüft:

Risikobasierte Authentifizierung

Beim herkömmlichen Risikomanagement werden alle verdächtigen Transaktionen einfach abgelehnt. Die Senkung der Betrugsfälle geht bei diesem Ansatz allerdings mit einer erhöhten Zahl an false positives einher.

Die risikobasierte Authentifizierung (RBA) setzt dagegen Verhaltensanalysen, Device Fingerprinting usw. zur passiven Authentifizierung ein.

Sie macht sich bei den Kunden kaum bemerkbar, da zirka 80 % aller Transaktionen als risikoarm eingestuft werden und keine zusätzliche Eingabe erfordern. Außerdem können Sie bei dieser Methode treuen Kunden ein unterbrechungsfreies Erlebnis bieten.

Risikoreiche Transaktionen können hingegen durch eine aktive Authentifizierung überprüft werden, statt sie einfach nur abzuweisen. 

Dieser intelligente Ansatz trägt zu verringerten Abbruchraten im Checkout bei. Das folgende Diagramm zeigt den Rückgang der Abbruchrate durch RBA.

In Brasilien und Mexiko hat RBA die größte Wirkung.

Graf zeigt den Fall der Drop-off rates von Land zu Land

Performance-basierte Authentifizierung

Bei der Performance-basierten Authentifizierung spielt, je nach Land und Issuer, eine Kombination von Faktoren eine Rolle.

Adyen kann beispielsweise Issuer und Märkte identifizieren, die ein nahtloses Kundenerlebnis mit 3-D Secure bieten. Wir pflegen außerdem eine Liste der Issuer und Länder, die die Verwendung von 3-D Secure vorschreiben.

In manchen Ländern hat 3-D Secure positive Auswirkungen auf die Conversion Rate. Normalerweise ist dies in Märkten der Fall, in denen:

  • sich die Mehrheit der Issuer für diesen Dienst entscheidet,
  • Kunden den zusätzlichen Zahlungsschritt gewohnt sind,
  • das Verfahren Vorschrift ist.

In manchen Märkten haben Issuer in ein nahtloses 3-D Secure-Verfahren investiert, um die Abbruchraten weiter zu verringern.

In Nordeuropa setzen manche Issuer beispielsweise die passive Authentifizierung auf der Basis von Browserdaten und anderen Informationen ein und gewähren so eine Haftungsverlagerung.

Zusätzlich haben sie in Technologien wie die Fingerprint-Authentifizierung investiert, um den Zahlungsvorgang noch einfacher zu gestalten. 

Das nachfolgende Diagramm zeigt, dass die Abbruchrate von Land zu Land stark variiert:

Graf zeigt Abbruchrate von Land zu Land

Schaffen Sie ein besseres Mobilerlebnis mit 3-D Secure 2.0 

Neben der Optimierung von 3-D Secure steht in naher Zukunft die Einführung von 3-D Secure 2.0 durch die Kartennetzwerke an. Diverse Verbesserungen sollen wichtige Erleichterungen für die Kunden schaffen.

Die Authentifizierung erfolgt dann beispielsweise ohne Umleitung direkt auf der Website des Händlers.

Eine wichtige Neuerung sind auch die SDKs, mit denen Unternehmen eine App-interne Autorisierung entwickeln können, die das Zahlungserlebnis auf Mobilgeräten deutlich verbessert. 

Das Update ermöglicht zudem die Verwendung einer tokenbasierten oder biometrischen Authentifizierung anstelle von Kennwörtern.

Künftig findet die Authentifizierung per 3-D Secure also ohne zusätzlichen Zwischenschritt vollständig App-intern statt.

Adyen ist Launch-Partner von 3-D Secure 2.0. Ein aktualisiertes Protokoll wird gegen Ende 2017 und im Verlauf des nächsten Jahres verfügbar sein.