Wie Payment Ihre globale Expansion voranbringt

Roelant Prins
Chief Commercial Officer

Globale Payments helfen Vertrauen zu schaffen, Conversions zu erhöhen und den Umsatz in jedem Markt anzukurbeln.

Eine weltweite Expansion war früher nur großen Unternehmen vorbehalten. Heute ist das nicht mehr der Fall.

Fortschritte im Bereich Payment-Technologie machen es einfach, die lokalen Zahlungsmethoden Ihrer Kunden zu akzeptieren, egal in welchem Land. Das bedeutet, dass Sie so hunderte Millionen Käufer erreichen können.

Lesen Sie dazu: Globale Zahlungsmethoden

Der grenzüberschreitende E-Commerce wächst doppelt so schnell wie der inländische und soll bis 2018 in Deutschland, Großbritannien, den USA, China, Brasilien und Australien auf über 300 Mrd. US-Dollar anwachsen.

Das sind hunderte Millionen potenzieller Neukunden. Oft ist ein großer Schritt zur Erschließung dieses Marktes schon getan, wenn ein Unternehmen die lokale Payment-Kultur und Zahlungsvorlieben versteht. 

Lokal denken, global handeln

In Europa bieten Länder wie Deutschland, die Schweiz, Belgien und die Niederlande große Chancen. Kunden in diesen Ländern kaufen mit größerer statistischer Wahrscheinlichkeit auf ausländischen Websites ein als Kunden in Südeuropa. Wenn Sie sich dies zunutze machen wollen, müssen Sie jeweils die lokale Zahlungskultur kennen und die wichtigsten gängigen Zahlungsmethoden anbieten, d. h. iDEAL in den Niederlanden, SOFORT und Giropay in Deutschland, Bancontact/Mr Cash in Belgien und außerdem das SEPA-Lastschriftverfahren im gesamten Euro-Raum.

Der Gaming-Riese Travian Games implementierte lokale Zahlungsmethoden, um die Conversion registrierter Nutzer in zahlende Kunden zu steigern. Nach der Einführung von iDEAL in den Niederlanden werden nun 60 % der Onlinezahlungen dort über dieses System abgewickelt. Mit dem Angebot von Paysafecard konnten junge Spieler in Tschechien, Rumänien und der Slowakei hinzugewonnen werden. 

BRIC markets

Außerhalb Europas gibt es viele schnell wachsende Märkte, die ohne kostspielige und zeitaufwändige Einrichtung einer lokalen Niederlassung zugänglich sind.

men with umbrella typing on his mobile phone

China

China ist der größte Retail E-Commerce Märkte der Welt und die Chinesen kaufen zunehmend auch im Ausland ein. Das Land bietet enormes Expansionspotenzial, insbesondere wenn ein Unternehmen führende lokale Zahlungsmethoden wie Alipay, WeChat Pay und China UnionPay, die 80 % der chinesischen Onlinezahlungen ausmachen, anbietet. Das Anbieten dieser Zahlungsmethoden kann das Zünglein an der Waage zwischen Scheitern und Erfolg sein und bietet gute Chancen für die Erschließung von über 500 Millionen potenzieller Neukunden.

Der britische Taschenhersteller The Cambridge Satchel Company konnte durch das Angebot von Alipay für Desktop- und Mobilgeräte in China erfolgreich Fuß fassen. Drei Monate nach der Einführung von Alipay waren die Autorisierungsraten um 15 % und die Conversion Rate im Checkout um 5 % gestiegen. 

Russland

Auch Russland darf, trotz der gegenwärtigen Volatilität des Rubels und politischer Spannungen, als Markt nicht unterschätzt werden. Laut der russischen Branchenvereinigung AKIT ist der russische E-Commerce 2014 im Vorjahresvergleich um 31 % gewachsen. 30 % des Onlinehandels erfolgte grenzüberschreitend und angesichts der vergleichsweise niedrigen Zahl der Internetnutzer gibt es hier noch reichlich Wachstumspotenzial.

In Russland sind internationale Kreditkarten beliebt, doch wie bei Facebook, Booking.com und eDarling sind eine wesentlich bessere Marktdurchdringung und höhere Conversion Rates zum Zeitpunkt der Zahlung zu erwarten, wenn E-Wallets wie Qiwi unterstützt werden, das eigenen Angaben zufolge monatlich 70 Millionen Nutzer aufweisen kann. 

Das Angebot einer Vielzahl von Zahlungsmethoden mag kompliziert und teuer erscheinen, doch das ist es nicht zwingend. Dank der Fortschritte in der Payment-Technologie kann es sogar sehr einfach sein und trägt in jedem Fall zum potenziellen Erfolg beim Eintritt in einen neuen Markt bei.  

Schnelle Erfolge mit einer englischsprachigen Website

Auch die Vorstellung einer kostspieligen Übersetzung der eigenen Website in die Sprache jedes Zielmarkts kann abschreckend wirken. Doch schon eine englischsprachige Website ermöglicht den Zugang zu Käufern in den USA, Australien und Kanada und damit zu Märkten, deren Verbraucher häufig im Ausland einkaufen.

In Australien entfallen 36 % aller Onlinekäufe auf internationale Händler, in Kanada sind es sogar 75 %. In beiden Ländern dominieren internationale Kreditkarten und die Einstiegsbarrieren sind entsprechend niedrig. 

Anderswo, beispielsweise in den Niederlanden, Deutschland und Skandinavien, sprechen viele Kunden Englisch und eine englischsprachige Website in Kombination mit dem Angebot lokaler Zahlungsmethoden kann den Verkauf zunächst ankurbeln. Die Übersetzung in die jeweilige Sprache ist ein logischer nächster Schritt. Sie fördert die weitere Markterschließung und damit die Conversion Rate.

Darüber hinaus lohnt sich auf jeden Fall eine mehrsprachige Strategie mit internationaler Suchmaschinenoptimierung (ISEO) und internationalem Suchmaschinenmarketing (ISEM). Die entsprechenden Übersetzungen und Anpassungen können in manchen Ländern Schritt für Schritt erledigt werden (z. B. zunächst die Lieferung, dann die Währung, dann lokale Zahlungsmethoden, ISEO usw.).

In anderen Ländern wie China und Brasilien ist vom ersten Tag an ein vollständig lokalisierter Auftritt unabdingbar. Ein ganzheitlicher, sämtliche Aspekte des Cross-Border Commerce umfassender Ansatz ist dann unerlässlich und muss auch von den Technologiepartnern unterstützt werden.

Eine Welt voller Möglichkeiten durch Payment

Der Aufwärtstrend im internationalen E-Commerce gewinnt an Tempo, wodurch sich für Unternehmen eine fantastische Chance bietet, etablierte und aufstrebende Märkte auf der ganzen Welt zu erschließen. Die Basis für den internationalen Erfolg – und das gilt für große und kleine Unternehmen gleichermaßen – besteht in der genauen Kenntnis des Käuferverhaltens, der Zielmärkte, der vorhandenen Sprachkenntnisse oder -vorlieben und der verfügbaren Payment-Technologie. 

Weitere Informationen zum grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr finden Sie in unserem Whitepaper Cross-Border Payments: Opportunities and Best Practices for Going Global (Grenzüberschreitender Zahlungsverkehr: Chancen und Best Practices für die Internationalisierung).