5 Tipps Ihre Processing-Gebühren für Kreditkartenzahlungen zu senken

Unternehmen, die ihre lokale US-Niederlassung für die Abwicklung ihrer Kreditkartenzahlungen nutzen, sollten sich die folgenden Tipps zu Herzen nehmen, um ihre Processing-Gebühren im Hinblick auf die im April eingeführten Änderungen bei Visa zu senken.

Abwicklungsgebühren für Kredit- und EC-Karten sind in den USA eine komplizierte Angelegenheit. Es ist jedoch wichtig, die einer Transaktion zugrunde liegenden Bearbeitungskosten zu verstehen – nur so kann man sicher sein, dass man nicht zu viel zahlt.

Falls Sie ein in den USA ansässiges Unternehmen sind, das online oder in Geschäften Services oder Produkte anbietet, gelten die im Folgenden dargelegten Änderungen bezüglich Kreditkarten-Processing, die im April in Kraft getreten sind, auch für Sie.

Wenn Sie also eine Niederlassung in den USA besitzen oder demnächst planen Ihr Business dorthin zu expandieren, lesen Sie die folgenden Hinweise, um Ihre Processing-Gebühren für Kreditkartenzahlungen möglichst gering zu halten.

 

Interchange-Gebühren und Geldstrafen: die Grundlagen

In den USA stellen Interchange-Gebühren einen wesentlichen Kostenfaktor für Unternehmen dar. Als Unternehmer birgt jede beliebige Ihrer Transaktionen das Risiko, von einem Downgrade (also einer Herabstufung) seitens Kreditkartensystemen (die größten sind Visa und Mastercard) betroffen zu sein.

Ein Downgrade bedeutet, dass Sie bestimmte von diesen Systemen festgelegte Anforderungen nicht erfüllen und deshalb eine höhere Gebühr zahlen müssen. Eventuell müssen Sie auch sogenannte „Integrity Fees“ zahlen –dabei handelt es sich im Prinzip um Geldbußen, die anfallen, wenn nicht alle relevanten Informationen angegeben werden. All diese Gebühren können sich anhäufen und einen hohen Anteil an Bearbeitungsgebühren ausmachen.

Für US-amerikanische Unternehmen oder Unternehmen, die dort eine Niederlassung haben, berechnet Visa Integrity-Gebühren in Höhe von 0,10 USD pro Verbraucher- oder Unternehmenstransaktion mit EC- oder Prepaid-Karten, wenn diese nicht für CPS-Interchange-Gebühren (Custom Payment Service) in Frage kommen.

Mit anderen Worten: Wenn Ihre Transaktion von einem Downgrade betroffen ist, müssen Sie wahrscheinlich auch diese Gebühr zahlen.

Ab April 2018 macht Visa diese Gebühr auch für Kredikarten-Transaktionen gültig. Wenn Sie eine Transaktion durchführen, sollten Sie deshalb die nachfolgenden Tipps befolgen, um den Überblick über Ihre Interchange-Gebühren zu behalten und zusätzliche Gebühren zu vermeiden.

 

1: Einen Address Verification Service für Kreditkarten nutzen

Ein Address Verification Service (AVS) ist ein System, das die Rechnungsadresse des Karteninhabers mit den beim Kartenaussteller hinterlegten Daten abgleicht. AVS ist ein bekanntes Tool zur Betrugsvorbeugung und bietet besonders bei „Card not present“-Transaktionen (Distanztransaktionen) erhebliche Vorteile. Dennoch sind sich viele Unternehmen nicht bewusst, dass ein solches System bedeutende Kosteneinsparungen ermöglichen kann.

Sowohl Visa als auch Mastercard unterstützen AVS weltweit. In den USA bietet Visa Unternehmen einen Anreiz, AVS zu verwenden – wer eine AVS-Überprüfung für Transaktionen vornimmt, profitiert von geringeren Interchange-Gebühren.

Beispiel Ihrer Kosteneinsparungen: Die von Visa berechnete Gebühr für „Card not present“-Transaktionen mit herkömmlichen Kreditkarten liegt bei etwa 1,80 % + $0,10. Ohne AVS könnte diese Gebühr bis zu 2,30 % + $0,10 betragen. Sie sparen also fast 50 Basispunkte bei Interchange-Gebühren, ganz zu schweigen von den Integrity Fees in Höhe von $0,10, die Sie ab April ebenfalls vermeiden können.

Wenn Sie Adyen als Payment Provider nutzen, befolgen Sie folgende Schritte um Ihre AVS-Daten einreichen zu können.

Mann, der mit Kreditkarte an der Ladentheke bezahlt

2: Transaktionen möglichst schnell abwickeln

Kurze Abwicklungszeiten für Transaktionen helfen Ihnen, Interchange-Gebühren-Downgrades zu reduzieren. Für die meisten US-Kreditkarten muss die Erfassung (Clearing-Beginn) innerhalb eines Tages nach der Autorisierung stattfinden, um von den niedrigsten möglichen Interchange-Gebühren profitieren zu können. Die Ausnahme bilden hier bestimmte Unternehmen aus der Reise- und Unterhaltungsbranche, für die eine Erfassungszeit von 8 Tagen gilt.

Wenn Sie Adyen als Payment Provider nutzen, können Sie die Erfassungsverzögerung entweder auf „Sofort“ oder auf „1 Tag“ einstellen, um von den reduzierten Gebühren zu profitieren.

 

3: Kundenservice-Informationen für Transaktionen versenden

Bei „Card not present“-Transaktionen sollten Händler Informationen angeben, die das Identifizieren der Transaktion ermöglichen, wie etwa die Website-URL oder die E-Mail-Adresse des Unternehmens. Diese Informationen werden auf dem Bankauszug des Karteninhabers angezeigt und helfen dem Käufer, nachzuvollziehen, was er wofür bezahlt hat. Außerdem weiß der Käufer so, an wen er sich im Falle eines Problems wenden kann. Wenn diese Informationen fehlen, müssen Sie mit einem Downgrade Ihrer Transaktionen rechnen.

 

4: Transaktionsspezifische Daten angeben

Bestimmte Händler senden unter Umständen zusätzliche Transaktionsinformationen, um Interchange-Gebühren zu reduzieren. Wenn Sie ein B2B-Unternehmen sind, das mit Unternehmenskunden statt mit Verbrauchern arbeitet, können Sie transaktionsbezogene Informationen (zum Beispiel Einzelposten-Details und Steuerbeträge) einreichen, um sich für Interchange-Gebühren der Klasse 2/3 zu qualifizieren.

 

5: Kreditkarten-Informationen nicht manuell eingeben

Sofern es möglich ist – insbesondere bei Point-of-Sale-Zahlungen –, sollten Sie es vermeiden, Kreditkarten-Informationen manuell einzugeben. Ziehen Sie Ihre Karte immer durch den Kartenleser oder nutzen Sie die Chip-und-Pin-Eingabe. Dies sorgt nicht nur für mehr Sicherheit im Ladengeschäft, sondern führt auch zu geringeren Interchange-Gebühren für Sie.

 

Erfahren Sie mehr über Processing-Gebühren von Kreditkarten

Dies sind nur einige simple Schritte, die Sie unternehmen können, um höhere Interchange-Gebühren und Integrity Fees zu vermeiden. Adyen wird immer im Interesse seiner Kunden handeln, um zu gewährleisten, dass diese angesichts der von großen Kreditkartensystemen bestimmten Regelungen möglichst geringe Gebühren zahlen.

Unser Team aus Payment-Experten steht Ihnen ebenfalls zur Seite, um Ihnen weitere Fragen zu beantworten. Um weitere Informationen zu Adyen zu erhalten, können Sie eine E-Mail an Salessupport@adyen.com senden oder unten klicken.