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Autonome Stores: Hinter der Technologie, die den Handel der Zukunft prägt

Erfahren Sie hier, wie autonome Stores funktionieren, wie sich diese Technologie auf das Kundenerlebnis auswirkt und welche Vorteile diese bieten.

28 August, 2024
 ·  7 Minuten

Es gibt kaum etwas Frustrierendes, als zum Bezahlen in einer langen Warteschlange zu stehen.

Unsere Recherche zeigt, dass 30 % der Kunden aufgrund langer Wartezeiten an der Kasse ein negatives Einkaufserlebnis haben. 44 % entscheiden sich sogar bewusst für den Online-Handel, um Menschenmengen und Wartezeiten zu vermeiden. Dies ist eine Herausforderung für stationäre Händler, die auf den Umsatz in ihren Geschäften angewiesen sind. Jeder unzufriedene Kunde, der aufgrund von Hürden beim Bezahlen das Geschäft ohne etwas zu kaufen verlässt, bedeutet verlorenen Umsatz.

Autonome Stores bieten hier eine Lösung, die immer mehr Unternehmen nutzen, um agil zu bleiben. Sie verbinden Technologie mit Komfort und integrieren nahtlose, ‘unsichtbare’ Zahlungsprozesse direkt in den Einkaufsprozess.

Autonome Stores revolutionieren die Art und Weise, wie wir einkaufen: Kein Anstehen, kein Suchen nach der Geldbörse – einfach Produkte nehmen und gehen. Kurz gesagt, Sie machen jeden Einkauf effizienter.

„Der Einzelhandel versucht seit der Erfindung moderner Geschäfte, Reibung zu reduzieren und Kosten zu senken“, erklärt Tim Oldeman, Mitbegründer von Husky Intelligent Fridges. „Seit ‘Amazon Go’ Läden ohne Personal eingeführt hat, sind zahlreiche Händler in das Rennen um autonome Retail-Lösungen eingestiegen. Experten prognostizieren, dass es bis 2027 über 12.000 autonome Stores geben wird.“

Was sind autonome Stores?

Ein autonomer Store ist ein Einzelhandelsgeschäft, das Kunden ermöglicht, den Laden zu betreten, einzukaufen und zu gehen – ohne Warteschlangen, manuelles Scannen von Artikeln oder Bezahlung an einer physischen Kasse. Es ist ein echtes „Grab-and-Go“-Erlebnis.

Autonome Stores können eigenständige Geschäfte oder Teilbereiche innerhalb größerer Geschäfte sein. Sie kommen in verschiedenen Branchen zum Einsatz, darunter Lebensmittel, Schnellrestaurants, Mode, Elektronik, Unterhaltung und Sport.

Im Sport zählt jede Sekunde. Stadien und Arenen setzen verstärkt auf kassenfreie Technologien, um Wartezeiten an Verkaufsständen zu verkürzen und Fans ihr Bier, ihren Hotdog oder Merchandise-Artikel im Vorbeigehen kaufen zu lassen.

Erwin Kersten-Johnston

Global Strategy & Growth, Adyen

Welche Technologien treiben autonome Stores an?

Autonome Stores setzen auf modernste KI-Technologien, um das kassenlose Einkaufen zu ermöglichen. Dazu gehören:

Sensor-Technologie 

Sensoren messen Druck, Temperatur und Gewicht, um zu erkennen, welche Produkte Kunden vom Regal nehmen.

Computer Vision und maschinelles Lernen

Kameras erfassen Bilder und Videos, um die Aktivitäten der Kunden in Echtzeit zu erkennen. So können autonome Läden die Produkte analysieren, für die sich die Kunden entscheiden.

Kameras können außerdem die Besucherströme in den Geschäften aufzeichnen und geben den Unternehmen so Aufschluss darüber, wie die Besucher mit dem Raum interagieren und ob das Layout effektiv ist.

Radio-Frequency-Identification (RFID)

Diese Technologie hilft Geschäften auch dabei, einen Überblick über ihren Lagerbestand in den Regalen zu behalten.

Jedes Produkt ist mit einem RFID-Tag ausgestattet. Wenn ein Kunde ein Produkt aus dem Regal nimmt, erkennt ein RFID-Lesegerät das Signal des Tags. Dieses Signal wird an eine Datenbank gesendet, wo es gespeichert und verarbeitet wird. Dadurch entstehen Echtzeit-Ergebnisse für die Bestandsverfolgung und die Einkaufshistorie des Kunden.

Mit der richtigen Technologie können Unternehmen ein Einkaufserlebnis ohne Warteschlangen bieten – eine Kombination aus dem Stöbern im Laden und der Schnelligkeit eines Online-Checkouts.

Wie sieht das in der Praxis aus?

Wie sieht die Customer Journey in einem autonomen Store aus?

In einem klassischen Geschäft durchläuft der Kunde folgende Schritte: Ankunft, Stöbern, Anstehen an der Kasse (entweder selbst scannen oder von einem Kassierer bedient werden), Bezahlen und dann den Laden verlassen. In einem autonomen Store ist der Ablauf anders.

Betreten 

Um den autonomen Laden zu betreten, muss der Kunde seine Bezahlkarte vorautorisieren. Dazu kann er seine Bezahlkarte scannen oder die App des Ladens nutzen, die sich mit seinen Zahlungsdaten synchronisiert. Dies ermöglicht automatisierte Zahlungen im späteren Verlauf.

Stellen Sie sich das so vor, als würden Sie Ihre Karte während der Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln in ein Kartenlesegerät scannen. Auf Ihrem Konto wird ein Platzhalterbetrag hinterlegt, um von Anfang an eine ausreichende Deckung zu gewährleisten.

Einkaufen

Die verschiedenen Technologien, die oben erwähnt wurden, erfassen, welche Produkte der Kunde aus den Regalen nimmt.

Erst g ehen, dann bezahlen

Dank der Vorab-Validierung kann der Käufer den Shop verlassen, ohne den Checkout-Prozess zu durchlaufen.

Die Zahlung erfolgt im Hintergrund. Nachdem der Kunde das Geschäft verlassen hat, werden die gekauften Artikel genau bestimmt und ihr Preis berechnet. Der Platzhalterbetrag wird dann so angepasst, dass er den tatsächlichen Kauf widerspiegelt, und das Geschäft kann den richtigen Betrag von der Karte abbuchen, die der Kunde bei der Eingabe verwendet hat.

Zahlungen werden zunehmend ein unsichtbarer Teil des Einkaufserlebnisses. Früher war dieses Modell vor allem bei Abonnements oder im Nahverkehr verbreitet. Nun zeigt sich mit Konzepten wie den Nano Stores, dass es auch für den Lebensmitteleinkauf eine neue Denkweise gibt: Zahlungen sind nun vollständig unsichtbar.

Paweł Grabowski

Head of Unmanned Solutions, Żabka Future

Zur Żabka Case Study

Autonome Einzelhandelsillustration einer Frau, die nachts Lebensmittel herausnimmt und Daten anzeigt

Welche Vorteile bieten autonome Stores?

Autonome Stores bieten sowohl Kunden als auch Unternehmen zahlreiche Vorteile:

1. Schnelleres Einkaufserlebnis

Jede Minute zählt. Wenn das manuelle Scannen von Artikeln an der Kasse und die möglicherweise langen Warteschlangen entfallen, wird der gesamte Prozess für Ihre Kunden schneller und reibungsloser.

Durch die Beseitigung von Reibungspunkten verbessern Sie das Einkaufserlebnis und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Kunden in Ihr Geschäft zurückkehren und mehr kaufen.

2. Längere Öffnungszeiten

Da autonome Geschäfte keine Kassierer benötigen, können sie länger geöffnet bleiben – manchmal sogar rund um die Uhr.

Dies kann Ihren Umsatz steigern und Ihre Zielgruppe erweitern, indem Sie sowohl Berufstätige mit klassischen Büroarbeitszeiten als auch Nachtschichtarbeiter ansprechen, die um 1 Uhr morgens Lebensmittel kaufen möchten.

3. Optimierte Betriebsabläufe

Da keine Kassierer benötigt werden, ist Ihr Geschäft weniger von Personal- oder Arbeitskräftemangel beeinträchtigt.

Sie brauchen lediglich Mitarbeiter, die das Geschäft überwachen und die Regale bei Bedarf auffüllen. 

4. Effizientere Flächennutzung

In herkömmlichen Geschäften wird wertvoller Platz oft von Kassenbereichen eingenommen. Zudem kann das Gedränge an den Kassen das entspannte Stöbern erschweren.

Durch den Wegfall von Kassenbereichen können Sie Ihre Verkaufsfläche optimal nutzen. Das ist besonders bei einer hohen Ladenmiete ein großer Vorteil. 

5. Bessere Einblicke in Kunden- und Produktverhalten

Die Technologie hinter autonomen Geschäften ermöglicht es Ihnen, die Gewohnheiten und Vorlieben Ihrer Kunden genau zu verstehen. Zudem können Sie nachverfolgen, wie sich Ihr Warenbestand entwickelt.. Das erleichtert sowohl die Erstellung personalisierter Marketingstrategien als auch das Bestandsmanagement in Echtzeit.

Unsere AiFi Spatial Intelligence Plattform und unsere Autonomous Retail Lösungen machen das Einkaufen schneller und bequemer, indem sie Warteschlangen eliminieren. Kunden lieben das Erlebnis, und immer mehr Unternehmen setzen auf diese Technologie, um Umsatzsteigerungen, effizientere Personaleinsätze und wertvolle Einblicke zu erzielen. Die Zukunft des Einzelhandels ist da.

Áine Riordan

Global Head of Partnerships, AiFi

Autonomer Einzelhandelsladen mit Frau, die hinausgeht

Warteschlangen gehören der Vergangenheit an

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FAQ

Autonome Stores sind moderne Einzelhandelsgeschäfte, die ohne klassische Kassenbereiche und manuelles Scannen von Waren auskommen. Ermöglicht wird dies durch das sogenannte „Grab-and-Go“-Prinzip: Kunden betreten den Laden, nehmen die gewünschten Produkte aus dem Regal und verlassen das Geschäft einfach wieder. Im Hintergrund erfassen KI-gestützte Technologien wie Computer Vision und Sensoren den Einkauf automatisch, sodass autonome Stores ein komplett reibungsloses Einkaufserlebnis bieten können.





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