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Worauf Händler in 2026 ihren Fokus legen

Die Retail-Experten von Northern Tool und Lids erklären, wie Checkout-Geschwindigkeit, reibungslose Loyalty-Programme und Unified Commerce ihre Strategie prägen – und warum Zahlungen zum Wachstumshebel werden, statt nur Infrastruktur zu sein.

13 Januar, 2026
 ·  4 Minuten

Die Neueröffnungen im stationären Handel erreichten im zweiten Halbjahr 2025 ein Dreijahreshoch, während der globale E-Commerce-Umsatz im vergangenen Jahr 6,42 Billionen Dollar markierte – trotz der inflationsbedingten Kaufbedachtsamkeit.

Kunden kaufen weiterhin ein, entscheiden jedoch selektiver, wann, wo und wie sie ihr Geld ausgeben. Kearney bezeichnet diesen Wandel im aktuellen Consumer Stress Index als „selektives Ausgeben“: Konsumenten haben die Kontrolle und die Erwartungen an jeden Touchpoint steigen.

Auf der NRF konnten wir diese Prioritäten live erleben. Northern Tool und Lids zeigten an den Demo-Stationen am Adyen-Stand, wie ihre Teams Unified Commerce nutzen, um schneller zu agieren, Reibungsverluste zu minimieren und kanalübergreifend souveräner zu handeln.

Wir haben mit beiden Unternehmen darüber gesprochen, was ihre Strategie für das neue Jahr antreibt und wie verändertes Kundenverhalten sowie Unified Commerce neue Chancen entlang der Customer Journey eröffnen.

Drei Kernthemen standen dabei im Fokus: Checkout-Geschwindigkeit, Hürden bei Loyalty-Programmen und operative Komplexität.

Warum diese Prioritäten jetzt zählen

Dies sind keine isolierten Herausforderungen. Laut dem Adyen Retail Report 2025 erwarten inzwischen 40 % der Konsumenten, bei Händlern über mehrere Touchpoints hinweg einzukaufen: Social Media, Apps und Stores. Obwohl physische Geschäfte für 39 % der Käufer weiterhin der bevorzugte Kanal sind, wünschen sie sich dort den digitalen Komfort.

Händler, die beides kombinieren, gewinnen Marktanteile. Deshalb konzentrieren sich Northern Tool und Lids auf Bereiche, in denen Zahlungen das Kundenerlebnis direkt beeinflussen.

Thema #1: Geschwindigkeit am Checkout

„Kunden wünschen sich beim Checkout mehr Kontrolle – ob durch flexible Zahlungsoptionen, gespeicherte Anmeldedaten oder schnellere Folgekäufe“, sagt Hayden Hughes, Sr. Manager of Loyalty and CX bei Northern Tool.

Die Daten bestätigen das: Checkout-Prozesse, die länger als 30 Sekunden dauern, führen laut Baymard Institute zu einer um 18 % höheren Abbruchquote im Warenkorb. Für die gewerblichen Kunden von Northern Tool – Handwerker, die schnell Werkzeug benötigen und zurück zur Baustelle müssen – kostet jede zusätzliche Sekunde bares Geld.

Northern Tool hat daher zwölf Monate damit verbracht, Reibungspunkte in den Workflows für Kunden, Mitarbeiter und das Backoffice zu identifizieren. Das Ziel: die Checkout-Zeit verkürzen, ohne die operative Komplexität zu erhöhen.

Thema #2: Loyalty-Programm

„Die Frequenz in den Stores verändert die Art und Weise, wie Kunden mit uns interagieren“, erklärt Connor Mullin, Product Owner bei Lids. „Wir möchten es ihnen so einfach wie möglich machen, unserem Treueprogramm beizutreten und zu bezahlen – egal, ob sie online oder im Store einkaufen.“

Es steht viel auf dem Spiel: Laut einer Studie von Bond Brand Loyalty geben Loyalty-Mitglieder jährlich 2,3-mal mehr aus als Nicht-Mitglieder. Dennoch brechen 70 % der Konsumenten die Anmeldung aufgrund langwieriger Prozesse ab.

Lids gestaltet die Anmeldung für den „Access Pass“ und das Upgrade auf „Premium“ (mit doppelten Punkten und exklusiven Vorteilen) für 2026 neu. Das Ziel: Weniger Hürden am Point of Sale, wo die Bereitschaft für spontane Anmeldungen am höchsten ist.

Thema #3: Unified Commerce

Beide Händler nannten ein gemeinsames operatives Problem: Die Verwaltung von Zahlungen über Online-Shops, mobile Apps und physische Stores hinweg.

Fragmentierte Zahlungssysteme führen zu Verzögerungen beim Abgleich, höheren Fehlerraten und langsamerer Innovation. Das ist kein reines Retail-Problem: Der McKinsey Global Payments Report zeigt, dass Abgleich und Abrechnung branchenweit noch weitgehend manuell erfolgen, selbst wenn Unternehmen massiv in KI-Automatisierung investieren.

Northern Tool und Lids setzen auf eine einheitliche Zahlungsinfrastruktur, um diese Ineffizienzen zu beseitigen. Der Vorteil ist nicht nur operativ, sondern strategisch.

„Die Partnerschaft mit Adyen gibt uns die Möglichkeit, Innovationen voranzutreiben und uns gleichzeitig voll auf unsere Kunden und unser Wachstum zu konzentrieren“, so Hughes.

Was das für 2026 bedeutet

Die Händler, mit denen wir gesprochen haben, priorisieren Zahlungen nicht nur zur Kostensenkung. Sie nutzen Zahlungen, um die Frequenz zu erhöhen, Warenkörbe zu vergrößern und Kunden langfristig zu binden.

Die NRF hat eines klargestellt: Zahlungsentscheidungen sind keine reinen Infrastruktur-Fragen im Hintergrund mehr. Sie entscheiden darüber, wie schnell Händler agieren und wie sicher sie wachsen können.

Wenn Sie Ihre Zahlungsstrategie bewerten, stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Wo ist der Beleg dafür, dass dies die Checkout-Zeit verkürzt? (Fragen Sie nach Kundendaten, nicht nach Demos).

  • Wie vereinfacht dies den Betrieb über alle Kanäle hinweg, statt nur Funktionen hinzuzufügen?

  • Wo liegt der ROI im Jahr 2026 – nicht erst in drei Jahren?

Die Gewinner im Jahr 2026 werden die Händler sein, die Zahlungen als Wettbewerbsvorteil betrachten, nicht als Einschränkung.

Haben Sie uns an unserem Stand auf der NRF besucht? Setzen Sie den Dialog mit unseren Experten fort und besprechen Sie, was diese Prioritäten für Ihr Unternehmen im Jahr 2026 bedeuten. .

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