Asien-Pazifik

Der asiatisch-pazifische Raum ist Heimat von mehr als 4,5 Mrd. Menschen (60 % der Weltbevölkerung) und von einigen der derzeit spannendsten Wachstumsmärkten. Es handelt sich um eine vielfältige Region, in der sieben der zehn bevölkerungsreichsten Länder der Welt zu finden sind. Im Hinblick auf Zahlungen ist sie außerdem eine der am stärksten fragmentierten Regionen.

Doch trotz ihrer augenscheinlichen Komplexität bietet die Region für Unternehmen eine Vielzahl an Gelegenheiten, um ihr enormes Marktpotenzial mit relativ hoher Geschwindigkeit und geringen Investitionen auszuschöpfen.

Märkte wie China, Japan, Indonesien und die Philippinen verlangen nicht von Unternehmen, dass sie eine lokale Gesellschaft einrichten, um lokale Käufer anzusprechen. Aus einer Zahlungsperspektive bedeutet dies, dass – mit dem richtigen Zahlungspartner – die Erschließung von Shoppern in diesen Märkten relativ unkompliziert ist.

Asia Pacific
Australia

Australien

Als wirtschaftliches Schwergewicht im asiatisch-pazifischen Raum und einer der 10 größten E-Commerce-Giganten der Welt kann sich Australien 2017 über sein 26. rezessionsfreies Jahr freuen. Seine florierende Einzelhandels- und Tourismusbranche haben weltweit für Aufmerksamkeit gesorgt und Australien somit zu einer hervorragenden Option als Standort für globale Unternehmen im APAC-Raum gemacht.

DHL E-Commerce zufolge kaufen australische Shopper am zweithäufigsten online bei ausländischen Unternehmen ein, und der grenzübergreifende Handel wird bis 2020 im Schnitt voraussichtlich um 29 % pro Jahr wachsen.

Insider-Tipp

Australien bietet einen relativ einfachen Markteintritt, da die Einrichtung einer lokalen Niederlassung nicht erforderlich ist, eine kartendominierte Zahlungskultur vorherrscht und die Bevölkerung bereits daran gewöhnt ist, auf internationalen Seiten zu kaufen. Wir empfehlen die Einrichtung einer lokalen Niederlassung (was leicht zu bewerkstelligen ist), um Auslandsgebühren für Shopper zu vermeiden. Die Abwicklung im Inland bedeutet außerdem, dass Sie von der australischen Obergrenze für Interchange-Gebühren profitieren.

Mehr lesenWeniger lesen
China

China

China ist der größte E-Commerce-Markt der Welt und wird bis 2020 voraussichtlich 1,7 Billionen USD erreichen. Das Land ist eine der Triebkräfte hinter dem Mobile-Commerce-Trend (M-Commerce). Forbes berichtete, dass Daten von Euromonitor International zufolge M-Commerce bereits im Jahr 2015 Desktop-Käufen den Rang abgelaufen hat. 2016 wurden ganze 66 % der digitalen Einkäufe auf einem Mobilgerät getätigt. Das sind 450,3 Milliarden USD in mobilen Käufen. Die drei am weitesten verbreiteten Zahlungsmethoden sind Alipay, UnionPay und WeChat Pay.

[GUIDE] Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie die einmalige Chance in China ergreifen

Die drei wichtigsten Zahlungsmethoden sind Alipay, UnionPay und WeChat Pay.

  • Mit einem Anteil von ca. 50 % am Zahlungsmarkt ist Alipay die größte alternative Zahlungsmethode in China. Sie gehört zum E-Commerce-Konglomerat Alibaba und bietet Zahlungsdienstleistungen für bedeutende E-Commerce-Plattformen von Alibaba wie z. B. Taobao und Tmall sowie für über 400.000 chinesische Unternehmen. Die Einrichtung von Alipay ist unkompliziert, und Ihre Käufer erhalten ein reibungsloses Kundenerlebnis, unabhängig davon, ob sie online, auf einem Mobilgerät oder im Laden einkaufen.
  • UnionPay ist nach Anzahl der herausgegebenen Karten das größte Kartensystem der Welt. Es ist außerdem das einzige Interbanken-Netzwerk auf dem Markt (ausgenommen Hongkong und Macau) und verbindet Geldautomaten von 14 großen Banken sowie vielen kleineren Banken in ganz Kontinentalchina. Da es sich im Besitz der Zentralbank befindet, hat es ein Monopol auf die Abwicklung von CNY-Transaktionen in China. Damit stellt UnionPay einen entscheidenden Bestandteil des Zahlungsmixes für chinesische Shopper dar.

  • WeChat Pay ist die am schnellsten wachsende Zahlungsmethode in China. Es ist Teil des WeChat-Ökosystems, bei dem es sich um ein soziales Netzwerk und eine E-Commerce-Plattform in einem handelt. WeChat Pay wird online, auf Mobilgeräten und in Geschäften unterstützt. Transaktionen finden in der App statt: entweder über den offiziellen WeChat-Account des Händlers oder über den in der App integrierten Webbrowser. So können Sie WeChat-Nutzern mühelos ein nahtloses Shopping- und Zahlungserlebnis bieten.

Insider-Tipp

Es ist nicht erforderlich, eine lokale Gesellschaft einzurichten, um an chinesische Shopper zu verkaufen. Das heißt, dass China einem Zahlungspartner, der die wichtigsten lokalen Zahlungsmethoden unterstützt, einen relativ unkomplizierten Markteintritt in dieser Hinsicht bietet.

Mehr lesenWeniger lesen
Hong Kong

Hongkong

Kreditkarten werden voraussichtlich die beliebteste Zahlungsmethode bleiben, wobei Mobile Wallets bei Verbrauchern in Hongkong Anklang finden. Alipay hat sein Wallet für das Inland in Hongkong eingeführt, und wir gehen davon aus, dass Alipay und WeChat Pay den Markt in naher Zukunft dominieren werden. Apple Pay kann von Inhabern von Visa-, Mastercard- und American Express-Karten genutzt werden, die von teilnehmenden Banken ausgestellt wurden.

Insider-Tipp

Es ist einfach, Zahlungen in der Landeswährung zu akzeptieren und ohne Umrechnung in derselben Währung abzuwickeln.

Mehr lesenWeniger lesen
India

Indien

Indien ist traditionell eine von Bargeld dominierte Wirtschaft, in der Bargeld und Schecks 85 % aller Zahlungen ausmachen, und auch, wenn wir in den nächsten drei bis fünf Jahren von einem erheblichen Zuwachs an elektronischen Zahlungen in Indien ausgehen, macht die Lieferung per Nachnahme weiterhin 60 % aller Zahlungen im E-Commerce-Sektor aus.

Die Zunahme elektronischer Zahlungen wird in erheblichem Maße durch die indische Regierung gefördert – von der Ankündigung der Außerkurssetzung im November 2016 hin zu Initiativen wie Rupay und UPI. Investitionen von globalen Unternehmen wie Alibaba, Softbank, Amazon und Google in Mobile-Wallet-Lösungen im Land werden ebenfalls ausschlaggebend sein.

[ARTIKEL]: So profitieren Sie von Dynamic 3-D Secure

Insider-Tipp

3-D Secure ist bei sämtlichen EC-Karten-Transaktionen innerhalb Indiens obligatorisch, wobei Zwei-Faktor-Authentifzierung sogar einen positiven Effekt auf die Autorisierungsrate hat. Wir empfehlen die Anwendung von 3-D Secure für sämtliche Transaktionen auf dem indischen Markt.

Mehr lesenWeniger lesen
Indonesia

Indonesien

Mit einer Bevölkerung von 200 Mio. stellt Indonesien eine der größten, am wenigsten erschlossenen Marktchancen dar. Die Wirtschaft des Landes wächst rasant und wird bis 2019 voraussichtlich einen Wert von 11 Mrd. $ erreichen.

Im Kern dieses positiven Ausblicks stehen demographische Trends. Weniger als 40 % der Bevölkerung sind online, die Bankendurchdringung liegt unter einem Viertel und die Anzahl der ausgestellten EC- und Kreditkarten beträgt lediglich 15 %. Wie in vielen aufstrebenden Volkswirtschaften geht der wachsende Zugang zum Internet durch Mobilgeräte vonstatten, und über 90 % der Internetnutzer in Indonesien gehen über ihr Telefon online. Aber denken Sie daran: Bargeld bei Lieferung (Nachnahme) ist nach wie vor die beliebteste Zahlungsmethode für Waren im Einzelhandel.

[GUIDE] Erreichen Sie 600 Millionen Shopper in Südostasien

Insider-Tipp

Indonesien ist ein stark regulierter Markt, in dem üblicherweise eine lokale Gesellschaft für die Abwicklung im Inland erforderlich ist, und die Indonesische Rupiah (IDR) kann nicht zurückgeführt werden. Adyen ermöglicht es Ihnen jedoch, in Indonesien inländische Zahlungsmethoden mit Abwicklung in USD anzubieten.

Mehr lesenWeniger lesen
Japan

Japan

Japan ist der weltweit viertgrößte E-Commerce-Markt. Es handelt sich bei dem Land um einen von Bargeld dominierten Markt, in dem die Bargeldzahlung bei Lieferung (Nachnahme) sich großer Beliebtheit erfreut. Dies wird ermöglicht durch Konbini, womit Kunden in rund um die Uhr geöffneten Convenience Shops für Online-Käufe zahlen können. Die lokale Kreditkarte JCB sowie internationale Kreditkarten sind ebenfalls beliebt.

Insider-Tipp

In Japan ist das grenzüberschreitende Like-for-like-Settlement möglich, sodass für Shopper keine Auslandsgebühren anfallen, was für ein reibungsloses Kundenerlebnis sorgt. Mit Adyen können Sie Konbini ohne eine lokale Gesellschaft unterstützen.

Mehr lesenWeniger lesen
Malaysia

Malaysia

Wie Indonesien verzeichnet auch Malaysia ein rasantes Wachstum im E-Commerce-Sektor, das vornehmlich durch den Mobilbereich angetrieben wird. Trotzdem bestehen einige erhebliche Unterschiede zwischen den beiden Märkten. Malaysische Shopper stehen grenzübergreifenden Einkäufen relativ offen gegenüber, sodass 40 % der Online-Transaktionen grenzübergreifend sind. Im Hinblick auf die Kreditkartendurchdringung und -nutzung landet Malaysia hinter Singapur auf dem zweiten Platz.

Die steigende Nutzung von Mobilgeräten könnte das Wachstum des malaysischen E-Commerce noch weiter beschleunigen, da mobile Zahlungen von Prepaid-Wallets anstelle eines Bankkontos getätigt werden können. Dies ist besonders dann interessant, wenn man bedenkt, dass 8 % der Bevölkerung kein Bankkonto besitzen.

Insider-Tipp

Malaysia verfügt über einen streng regulierten Finanzsektor, und der malaysische Ringgit ist eine nicht handelbare Währung, die nicht außerhalb des Landes abgewickelt werden kann. Doch die guten Neuigkeiten sind, dass durch die Abwicklung von grenzüberschreitenden Zahlungen durch einen internationalen Acquirer keine internationalen Issuing-Gebühren für den Shopper anfallen. Wenn Sie sich also für diesen Ansatz entscheiden, hat die grenzübergreifende Abwicklung des malaysischen Ringgit keine Folgen für Sie. Lokale Issuer setzen 3-D-Secure-Authentifizierung voraus, weshalb wir empfehlen, sämtliche Transaktionen über 3-D Secure abzuwickeln.

Mehr lesenWeniger lesen
New Zealand

Neuseeland

Online-Shopping ist in Neuseeland praktisch Standard. Laut Nielsen Research tätigten im Jahr 2015 fast 2 Millionen Käufer ihre Einkäufe online und gaben dabei insgesamt etwa 3 Milliarden $ aus. Am häufigsten werden Reisen online gekauft, gefolgt von Bekleidung und Entertainment.

The Philippines

Philippinen

Die Philippinen sind einer der wohl am stärksten unterschätzten E-Commerce-Märkte in Südostasien. Als zweitbevölkerungsreichstes Land nach Indonesien wird für den E-Commerce-Markt des Landes bis 2018 mit einer jährlichen Wachstumsrate von 101,4 % gerechnet. Dies ist vornehmlich einer hohen Marktdurchdringung durch Mobilgeräte zu verdanken. Filipinos zählen zu den stärksten Mobilgeräte-Nutzern der Welt, und die Smartphone-Durchdringung liegt mittlerweile bei 30 % der Bevölkerung.

Insider-Tipp

Eine lokale Gesellschaft ist nicht erforderlich, und Karten können ohne Auslandsgebühren grenzübergreifend abgewickelt werden. Wir empfehlen internationalen Händlern, die grenzübergreifende Kartenzahlung beizubehalten und zusätzlich lokale Zahlungsmethoden einzuführen. Die Autorisierungsraten in den Philippinen sind geringer als in anderen Märkten, was vor allem daran liegt, dass die junge Generation weniger gewillt ist, für digitale Inhalte zu bezahlen. Wir verzeichnen besonders bei Inhalten wie Games und Musik-Downloads geringere Conversion Rates.

Mehr lesenWeniger lesen
Singapore

Singapur

Obwohl Singapur sowohl im Hinblick auf seine Größe als auch die Einwohnerzahl das kleinste Land Südostasiens ist, gilt es als Finanzzentrum der Region.

South Korea

Südkorea

Südkorea ist nach China und Japan der drittgrößte E-Commerce-Markt für Konsumgüter im asiatisch-pazifischen Raum. Ein südkoreanischer Käufer besitzt im Durchschnitt vier Kreditkarten und ca. 80 % der Online-Transaktionen sind kartenbasiert.

Insider-Tipp

Die meisten inländischen Karten sind Visa und MasterCard Co-Brandings und erfordern zur Annahme einen marktspezifischen Authentifizierungsprozess, der nur im Internet Explorer funktioniert. Obwohl dieser Authentifizierungsprozess voraussichtlich in naher Zukunft nicht mehr obligatorisch sein wird, wird er doch noch für einige Zeit weiterverwendet werden. Händler, die in den Markt eintreten, sollten das bei der Ausarbeitung ihrer Zahlungsstrategie beachten.

Mehr lesenWeniger lesen
Thailand

Thailand

Der E-Commerce-Sektor in Thailand hat gewaltiges Wachstumspotenzial. Transaktionen im Online-Handel machen derzeit lediglich 0,5 % der Branche aus, doch sie wachsen jährlich um geschätzte 30–35 %. Mit einer geschätzten Internetverbreitung von 60 % und Mobilgeräten als primärem Zugangsmedium für die meisten neuen Shopper ist M-Commerce entscheidend.

Insider-Tipp

Thailand verfügt über weniger regulatorische Beschränkungen als einige südostasiatische Länder, was die Annahme lokaler Zahlungsmethoden bzw. grenzübergreifende Zahlungen vereinfacht.

Mehr lesenWeniger lesen