Der asiatisch-pazifische Raum ist eine vielfältige Region, in der man einige der bevölkerungsreichsten Länder der Welt findet. Im Hinblick auf Payment ist sie außerdem eine der am stärksten fragmentierten Regionen. Doch trotz ihrer augenscheinlichen Komplexität bietet die Region für Unternehmen eine Vielzahl an Gelegenheiten, um ihr enormes Marktpotenzial mit relativ hoher Geschwindigkeit und geringen Investitionen auszuschöpfen.

Märkte wie China, Japan, Indonesien und die Philippinen verlangen von Unternehmen nicht lokale Niederlassungen einzurichten, um lokale Käufer anzusprechen. Das bedeutet, dass – mit dem richtigen Zahlungspartner – die Erschließung von Shoppern in diesen Märkten relativ unkompliziert ist.

Asia Pacific
Australia

Australien

Als wirtschaftliches Schwergewicht im asiatisch-pazifischen Raum und einer der 10 größten E-Commerce-Giganten der Welt kann sich Australien 2017 über sein 26. rezessionsfreies Jahr freuen. Seine florierende Einzelhandels- und Tourismusbranche haben weltweit für Aufmerksamkeit gesorgt und Australien somit zu einer hervorragenden Option als Standort für globale Unternehmen im APAC-Raum gemacht.

Insider-Tipp

Australien bietet einen relativ einfachen Markteintritt, da die Einrichtung einer lokalen Niederlassung nicht erforderlich ist, eine kartendominierte Zahlungskultur vorherrscht und die Bevölkerung bereits daran gewöhnt ist, auf internationalen Seiten zu kaufen. Wir empfehlen die Einrichtung einer lokalen Niederlassung (was leicht zu bewerkstelligen ist), um Auslandsgebühren für Shopper zu vermeiden. Die Abwicklung im Inland bedeutet außerdem, dass Sie von der australischen Obergrenze für Interchange-Gebühren profitieren.

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China

China

Viele glauben, dass internationale Kreditkarten die bevorzugte Zahlungsmethode weltweit sind und dass die bloße Bereitstellung einer solchen Möglichkeit ausreicht, um chinesische Unternehmen zu erreichen. Das ist jedoch nicht der Fall. Chinesische Käufer verbinden mit ausländischen Kartennetzwerken zusätzliche Gebühren, was ein Grund für die Beliebtheit von Kartensystemen wie UnionPay ist.

Die drei Hauptzahlungsmethoden sind Alipay, UnionPay und WeChat Pay.

Mit grob 50 % Marktanteil ist Alipay die größte alternative Zahlungsart in China. Da Alipay zum E-Commerce-Konglomerat Alibaba gehört, bietet es Zahlungsdienste für die größten E-Commerce-Plattformen von Alibaba, darunter Taobao und Tmall, sowie für mehr als 400.000 chinesische Unternehmen. Alipay lässt sich leicht einrichten und begeistert Käufer mit einem reibungslosen Zahlungserlebnis – egal, ob sie online, über ihr Mobilgerät oder im Laden einkaufen.

UnionPay ist, berechnet nach der Anzahl an herausgegebenen Karten, das größte Kartensystem der Welt. Es ist außerdem das einzige Interbanken-Netzwerk auf dem Markt (Hongkong und Macau ausgenommen) und verlinkt Bankautomaten von 14 großen und kleinen Banken in Festlandchina. UnionPay gehört zur Zentralbank und hat somit ein Monopol auf die Verarbeitung von in CNY durchgeführten Transaktionen in China. UnionPay ist also ein wichtiger Bestandteil des Zahlungsmixes für chinesische Käufer.

WeChat Pay ist die am schnellsten wachsende Zahlungsart in China. Sie gehört zum WeChat-Ökosystem, das aus einem sozialen Netzwerk, einem Arbeitsgemeinschafts-Tool und einer E-Commerce-Plattform besteht. WeChat Pay wird online, auf dem Mobilgerät und im Laden unterstützt. Transaktionen werden in der App durchgeführt, und zwar entweder über das offizielle WeChat-Konto des Händlers oder über den Webbrowser in der App. So können Sie WeChat-Nutzern leicht ein bequemes Einkaufs- und Zahlungserlebnis bieten.

Insider-Tipp

Es ist nicht erforderlich, eine lokale Gesellschaft einzurichten, um an chinesische Shopper zu verkaufen. Das heißt, dass China einem Zahlungspartner, der die wichtigsten lokalen Zahlungsmethoden unterstützt, einen relativ unkomplizierten Markteintritt in dieser Hinsicht bietet.

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Hong Kong

Hongkong

Kreditkarten werden voraussichtlich die beliebteste Zahlungsmethode bleiben, wobei Mobile Wallets bei Verbrauchern in Hongkong Anklang finden. Alipay hat sein Wallet für das Inland in Hongkong eingeführt, und wir gehen davon aus, dass Alipay und WeChat Pay den Markt in naher Zukunft dominieren werden. Apple Pay kann von Inhabern von Visa-, Mastercard- und American Express-Karten genutzt werden, die von teilnehmenden Banken ausgestellt wurden.

Insider-Tipp

Es ist einfach, Zahlungen in der Landeswährung zu akzeptieren und ohne Umrechnung in derselben Währung abzuwickeln.

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India

Indien

Indien ist traditionell eine von Bargeld dominierte Wirtschaft, in der Bargeld und Schecks 85 % aller Zahlungen ausmachen. Und auch, wenn wir in den nächsten drei bis fünf Jahren von einem erheblichen Zuwachs an elektronischen Zahlungen in Indien ausgehen, macht die Bezahlung per Nachnahme weiterhin 60 % aller Zahlungen im E-Commerce-Sektor aus. Die Zunahme elektronischer Zahlungen wird in erheblichem Maße durch die indische Regierung gefördert – von der Ankündigung der Demonetarisierung im November 2016 hin zu Initiativen wie Rupay und UPI. Nationale Investitionen von globalen Unternehmen wie Alibaba, Softbank, Amazon und Google in Mobile-Wallet-Lösungen werden ebenfalls ausschlaggebend sein.

Insider-Tipp

3-D Secure ist bei sämtlichen EC-Karten-Transaktionen innerhalb Indiens obligatorisch, wobei Zwei-Faktor-Authentifzierung sogar einen positiven Effekt auf die Autorisierungsrate hat. Wir empfehlen die Anwendung von 3-D Secure für sämtliche Transaktionen auf dem indischen Markt.

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Indonesia

Indonesien

Mit einer Bevölkerung von 200 Millionen stellt Indonesien eine der größten, am wenigsten erschlossenen Marktchancen dar. Die Wirtschaft des Landes wächst rasant und wird bis 2019 voraussichtlich einen Wert von 11 Milliarden USD erreichen. Im Kern dieses positiven Ausblicks stehen demographische Trends. Weniger als 40 % der Bevölkerung sind online, die Bankendurchdringung liegt unter einem Viertel und die Anzahl der ausgestellten EC- und Kreditkarten beträgt lediglich 15 %. Wie in vielen aufstrebenden Volkswirtschaften geht der wachsende Zugang zum Internet durch Mobilgeräte vonstatten, und über 90 % der Internetnutzer in Indonesien gehen über ihr Smartphone online. Aber denken Sie daran: Bezahlung bei Nachnahme ist nach wie vor die beliebteste Zahlungsmethode für Waren im Einzelhandel.

Insider-Tipp

Indonesien ist ein stark regulierter Markt, in dem üblicherweise eine lokale Gesellschaft für die Abwicklung im Inland erforderlich ist, und die Indonesische Rupiah (IDR) kann nicht zurückgeführt werden. Adyen ermöglicht es Ihnen jedoch, in Indonesien inländische Zahlungsmethoden mit Abwicklung in USD anzubieten.

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Japan

Japan

Japan ist der weltweit viertgrößte E-Commerce-Markt. Es handelt sich bei dem Land um einen von Bargeld dominierten Markt, in dem die Bargeldzahlung bei Lieferung (Nachnahme) sich großer Beliebtheit erfreut. Dies wird ermöglicht durch Konbini, womit Kunden in rund um die Uhr geöffneten Convenience Shops für Online-Käufe zahlen können. Die lokale Kreditkarte JCB sowie internationale Kreditkarten sind ebenfalls beliebt.

Insider-Tipp

In Japan ist das grenzüberschreitende Like-for-like-Settlement möglich, sodass für Shopper keine Auslandsgebühren anfallen, was für ein reibungsloses Kundenerlebnis sorgt. Mit Adyen können Sie Konbini ohne eine lokale Gesellschaft unterstützen.

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Malaysia

Malaysia

Wie Indonesien verzeichnet auch Malaysia ein rasantes Wachstum im E-Commerce-Sektor, das vornehmlich durch den Mobilbereich angetrieben wird. Trotzdem bestehen einige erhebliche Unterschiede zwischen den beiden Märkten. Malaysische Shopper stehen grenzübergreifenden Einkäufen relativ offen gegenüber, sodass 40 % der Online-Transaktionen grenzübergreifend sind. Im Hinblick auf die Kreditkartendurchdringung und -nutzung landet Malaysia hinter Singapur auf dem zweiten Platz. Die steigende Nutzung von Mobilgeräten könnte das Wachstum des malaysischen E-Commerce noch weiter beschleunigen, da mobile Zahlungen von Prepaid-Wallets anstelle eines Bankkontos getätigt werden können. Dies ist besonders dann interessant, wenn man bedenkt, dass 8 % der Bevölkerung kein Bankkonto besitzen.

Insider-Tipp

Malaysia verfügt über einen streng regulierten Finanzsektor, und der malaysische Ringgit ist eine nicht handelbare Währung, die nicht außerhalb des Landes abgewickelt werden kann. Doch die guten Neuigkeiten sind, dass durch die Abwicklung von grenzüberschreitenden Zahlungen durch einen internationalen Acquirer keine internationalen Issuing-Gebühren für den Shopper anfallen. Wenn Sie sich also für diesen Ansatz entscheiden, hat die grenzübergreifende Abwicklung des malaysischen Ringgit keine Folgen für Sie. Lokale Issuer setzen 3-D-Secure-Authentifizierung voraus, weshalb wir empfehlen, sämtliche Transaktionen über 3-D Secure abzuwickeln.

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New Zealand

Neuseeland

Online-Shopping ist in Neuseeland praktisch Standard. Laut Nielsen Research tätigten im Jahr 2015 fast 2 Millionen Käufer ihre Einkäufe online und gaben dabei insgesamt etwa 3 Milliarden $ aus. Am häufigsten werden Reisen online gekauft, gefolgt von Bekleidung und Entertainment.

The Philippines

Philippinen

Die Philippinen sind einer der wohl am stärksten unterschätzten E-Commerce-Märkte in Südostasien. Als zweitbevölkerungsreichstes Land nach Indonesien wird für den E-Commerce-Markt des Landes bis 2018 mit einer jährlichen Wachstumsrate von 101,4 % gerechnet. Dies ist vornehmlich einer hohen Marktdurchdringung durch Mobilgeräte zu verdanken. Filipinos zählen zu den stärksten Mobilgeräte-Nutzern der Welt, und die Smartphone-Durchdringung liegt mittlerweile bei 30 % der Bevölkerung.

Insider-Tipp

Eine lokale Gesellschaft ist nicht erforderlich, und Karten können ohne Auslandsgebühren grenzübergreifend abgewickelt werden. Wir empfehlen internationalen Händlern, die grenzübergreifende Kartenzahlung beizubehalten und zusätzlich lokale Zahlungsmethoden einzuführen. Die Autorisierungsraten in den Philippinen sind geringer als in anderen Märkten, was vor allem daran liegt, dass die junge Generation weniger gewillt ist, für digitale Inhalte zu bezahlen. Wir verzeichnen besonders bei Inhalten wie Games und Musik-Downloads geringere Conversion Rates.

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  • Convenience Shops auf den Philippinen
  • ATM-Zahlungen auf den Philippinen
  • Banküberweisung
  • GCash
  • PayMaya Wallet
  • Visa
  • Mastercard
Singapore

Singapur

Obwohl Singapur sowohl im Hinblick auf seine Größe als auch die Einwohnerzahl das kleinste Land Südostasiens ist, gilt es als Finanzzentrum der Region. In diesem von Karten dominierten Markt sind Einkäufer und Banken gleichermaßen anspruchsvoll. Deshalb sind Barzahlungen und auf Bargeld basierende Zahlungsmethoden, die in der übrigen Region beliebt sind, hier nicht besonders verbreitet. Man erwartet, dass Karten auch weiterhin die beliebteste Zahlungsmethode bleiben, wobei derzeit 7,7 Millionen Karten im Umlauf sind.

South Korea

Südkorea

Südkorea ist nach China und Japan der drittgrößte E-Commerce-Markt für Konsumgüter im asiatisch-pazifischen Raum. Ein südkoreanischer Käufer besitzt im Durchschnitt vier Kreditkarten und ca. 80 % der Online-Transaktionen sind kartenbasiert.

Insider-Tipp

Die meisten inländischen Karten sind Visa und MasterCard Co-Brandings und erfordern zur Annahme einen marktspezifischen Authentifizierungsprozess, der nur im Internet Explorer funktioniert. Obwohl dieser Authentifizierungsprozess voraussichtlich in naher Zukunft nicht mehr obligatorisch sein wird, wird er doch noch für einige Zeit weiterverwendet werden. Händler, die in den Markt eintreten, sollten das bei der Ausarbeitung ihrer Zahlungsstrategie beachten.

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Thailand

Thailand

Der E-Commerce-Sektor in Thailand hat gewaltiges Wachstumspotenzial. Transaktionen im Online-Handel machen derzeit lediglich 0,5 % der Branche aus, doch sie wachsen jährlich um geschätzte 30–35 %. Mit einer geschätzten Internetverbreitung von 60 % und Mobilgeräten als primärem Zugangsmedium für die meisten neuen Shopper ist M-Commerce entscheidend.

Insider-Tipp

Thailand verfügt über weniger regulatorische Beschränkungen als einige südostasiatische Länder, was die Annahme lokaler Zahlungsmethoden bzw. grenzübergreifende Zahlungen vereinfacht.

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Vietnam

Vietnam

Vietnam has the third largest population in South East Asia, with a population of 95+ million (2019). The current market size is at US $140 billion, and is projected to reach US $220 billion by end of 2020, however over 90% of all commerce transactions are dominated by cash transactions. 

The ecommerce landscape has large potential and consumer behavior is slowly shifting due to an increasing internet penetration rate, encouraging legal environment, as well as  numerous Fintechs in the region.

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