Unser Weg zur Klimaneutralität

Um in diesem Bereich voranzukommen, haben wir uns unseren bisherigen CO2-Fußabdruck angesehen

Ein Neuanfang

Aus dem Klimawandel wurde im Laufe der Zeit ein handfester Klimanotstand. Angesichts dieser Tatsache sind wir bei Adyen der Meinung, dass wir heute alle für die Gesundheit unseres Planeten verantwortlich sind – dass es in der Hand jedes einzelnen Unternehmens und jeder einzelnen Privatperson liegt, sich für positive Veränderungen einzusetzen. Daher haben wir uns 2019 auch dazu entschieden, alle Treibhausgase (THG) auszugleichen, die seit der Gründung von Adyen im Jahr 2006 im Rahmen unserer Geschäftstätigkeiten entstanden sind.

Wir sind uns aber auch darüber im Klaren, dass die Kompensation von Emissionen nur der erste Schritt auf dem Weg der Nachhaltigkeit ist. Daher sind wir fest entschlossen, unsere THG-Emissionen in den kommenden Jahren weiter zu reduzieren.

Was wir bisher getan haben

In Zusammenarbeit mit South Pole führten wir zunächst eine unternehmensweite Untersuchung unserer Treibhausgasemissionen durch, um uns einen genauen Überblick darüber zu verschaffen, welche Aufgabe eigentlich noch vor uns lag. Durch die fachkundige Anleitung des Teams von South Pole konnten wir eine individuelle Emissionsausgleichsstrategie ausarbeiten.

Heute sind wir mehr als stolz darauf, uns ein klimaneutrales Unternehmen nennen zu dürfen. Um diesen Status zu erreichen, berücksichtigen wir bei unseren Umweltschutzbemühungen alle unsere wesentlichen Emissionsquellen – angefangen bei den auf unserer Plattform durchgeführten Transaktionen über die Flugreisen der Adyen-Mitarbeiter bis hin zum Energieaufwand der von uns genutzten Rechenzentren.

tCO2e organischen Abfalls im Rahmen des Abfallbehandlungsprojekts „Vietstar“ vermieden

Hektar ursprünglichen Regenwalds im Rahmen des „Jacundá“-Projekts geschützt

Arbeitsplätze im Rahmen des Solarenergieprojekts „Luz del Norte“ geschaffen

Windenergie, die im Rahmen des Mytrah-Projekts als Ergebnis unseres Beitrags erzeugt wurde

Klimaneutralität

Wir haben den Status der Klimaneutralität erreicht, indem wir unsere Klimabilanz durch den Kauf von Kohlenstoffgutschriften kompensiert haben. Durch den Erwerb dieser „Carbon Credits“ finanzieren wir auf direkte Weise Projekte, die den Klimaschutz unterstützen. Unsere Umweltbilanz wird nach dem Greenhouse Gas Protocol berechnet und entspricht dem Klimaneutralitäts-Label von South Pole.

Bei der Berechnung unserer Klimabilanz berücksichtigen wir alle unsere wesentlichen Emissionsquellen. Um unsere Scope-1- und Scope-2-Emissionen zu kalkulieren, erheben wir an unseren weltweit verteilten Standorten Daten, die uns Aufschluss über Heizung, Kühlung und Stromversorgung unserer Büros geben. Scope-3-Emissionen werden auf der Grundlage der zurückgelegten Kilometer (Flugreisen, Bodentransport), des Energieverbrauchs unserer Rechenzentren, der Dauer von Hotelaufenthalten sowie der Ausgaben für die Warenbeschaffung und ausgelagerter Tätigkeiten berechnet. Zusätzlich dazu haben wir beschlossen, auch den Energieverbrauch unserer Produkte in unsere Scope-3-Emissionsberechnungen mit aufzunehmen – das heißt die Transaktionen, die Kunden unserer Händler an POS-Terminals sowie bei Online- und mobilen Zahlungen durchführen.

Wie erwähnt werden bei diesem Ansatz alle wesentlichen Emissionsquellen abgedeckt: Das reicht vom Strom, den wir zum Laden unserer Laptops verwenden, bis hin zu den Transportmitteln, die wir auf Geschäftsreisen zu unseren Händlern oder externen Standorten nutzen. Unsere Klimaneutralität konnten wir dadurch erreichen, dass wir unsere Treibhausgasbilanz evaluiert und durch entsprechend viele Kohlenstoffgutschriften ausgeglichen haben, um so Netto-Null-Emissionen zu erreichen.

Bei diesem Vorgehen konnten wir wertvolle Erkenntnisse über unsere Emissionsbilanz erheben, die uns bei unserem Vorhaben helfen werden, unsere Treibhausgasemissionen zukünftig zu reduzieren und diejenigen auszugleichen, die wir noch nicht eliminieren können.

Unsere Treibhausgasemissionen werden in Tonnen Kohlendioxidäquivalenten (tCO2e) gemessen und umfassen die sechs im Kyoto-Protokoll der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen festgelegten Treibhausgase: Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffoxid (N2O), Fluorkohlenwasserstoffe (HFC), Perfluorkohlenwasserstoffe (PFC) und Schwefelhexafluorid (SF6).

Scope 1: 223,62 tCO2e

Dies sind Emissionen aus Quellen, die sich in unserem Besitz befinden oder von uns kontrolliert werden – wie z. B. Gase, die zur Heizung unserer Standorte verwendet werden.

Scope 2: 2.341,30 tCO2e

Scope-2-Emissionen umfassen indirekte Emissionen, wie z. B. Erzeugung von Strom, den wir zur Versorgung unserer Gebäude kaufen. Ein Beispiel: Wenn jemand sein Handy in einem unserer Büros auflädt, fallen die damit verbundenen Emissionen unter Scope 2.

Scope 3: 6.064,85 tCO2e

Diese Emissionen entstehen bei Aktivitäten, die sich nicht direkt im Besitz oder unter der Kontrolle von Adyen befinden – zum Beispiel Flugreisen und Hotelaufenthalte.

Auswirkungen von COVID-19 auf unsere Klimabilanz

Vor 2020 entfiel ein erheblicher Prozentsatz unserer Emissionen auf den Betrieb unserer verteilten Bürostandorte sowie auf Reisen zu unseren Händlern oder unseren Standorten auf anderen Kontinenten. Im Zuge der Pandemie konnten wir unseren gesamten tCO2e-Wert jedoch merklich reduzieren (siehe Daten oben). Bei der Erfassung dieser Emissionszahlen beschlossen wir, auch eine Schätzung der CO2-Emissionen miteinzubeziehen, die im Jahr 2020 durch den Wechsel ins Homeoffice zusätzlich von den Wohnungen unserer Mitarbeiter ausgingen. Diese Ergebnisse rechneten wir zu unseren Scope-3-Emissionen hinzu. Indem wir alle durch unseren Geschäftsbetrieb verursachten Emissionen – einschließlich jenen aus dem erhöhten Energieverbrauch im Homeoffice – ausgleichen, bleiben wir ein klimaneutrales Unternehmen.

Investitionen in Projekte zur Reduzierung des Kohlenstoffausstoßes

Wir gleichen unsere THG-Emissionen durch Investitionen in nachhaltige Energieprojekte aus. Auf diese Weise konnten wir bis dato bereits den Ausstoß von einigen Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre verhindern. Bei der Auswahl unserer Projekte haben wir uns jedoch nicht nur an dem Kriterium der Umweltfreundlichkeit orientiert. Wir unterstützen diese Unternehmungen, da sie ein breites Spektrum der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen abdecken. Sie erlauben uns, auf anschauliche Weise zu vermitteln, wie sehr uns diese Ziele am Herzen liegen. Alle Projekte, in die wir investiert haben, wurden sorgfältig danach ausgewählt, dass sie sich gleich mehrfach positiv auf die Gemeinschaften auswirken, in denen sie umgesetzt werden: Sie tragen zur Erzeugung erneuerbarer Energie, zur Wiederaufforstung, zum Schutz der Tierwelt und zur Förderung des sozioökonomischen Wohlergehens der lokalen Gemeinschaften bei. Indem wir diese Projekte unterstützen, so glauben wir, fördern wir echte Nachhaltigkeit.

TIST-Programm
Unterstützung der Subsistenzlandwirtschaft in Uganda

In den meisten ländlichen Gemeinden Ugandas üben viele Menschen landwirtschaftliche Tätigkeiten aus, um das eigene Überleben oder das ihrer Familien zu sichern. Diese Art der Agrikultur, die rein zu Selbsterhaltungszwecken betrieben wird, bezeichnet man auch als Subsistenzlandwirtschaft. Mit dem International Small Group and Tree Planting Program (TIST) wird darauf abgezielt, den Kreislauf von Abholzung, Dürre, Hunger und Armut zu durchbrechen, indem der von der Subsistenzlandwirtschaft abhängigen Bevölkerung durch bildungsorientierte Projekte neue Handlungsmöglichkeiten gegeben werden. Die einheimischen Landwirte werden dabei in ihren Aufforstungs- und Landwirtschaftsbemühungen unterstützt und erhalten Schulungen, in deren Rahmen ihnen nützliche Strategien für ihre tägliche Arbeit vermittelt werden. Zum Beispiel erfahren sie, wie sie Bäume pflanzen können, um sie optimal vor Abfluss und Erosion zu schützen, und dabei gleichzeitig Wasser sparen und den Boden stabilisieren können, um ihre Ernteerträge zu steigern. Um sie beim Aufbau einer nachhaltigen Existenzgrundlage zu unterstützen, erhalten die Teilnehmer des TIST-Programms eine Vergütung aus dem Verkauf von Emissionsgutschriften, die sie durch Treibhausgaseinsparungen – die Früchte ihrer Arbeit – selbst generiert haben.

Kariba
Aufforstung und Schutz von Wildtieren am Karibasee, Simbabwe

Das Kariba-Projekt widmet sich dem Schutz von Wäldern und Wildtieren in vier Nationalparks entlang des Ufers des simbabwischen Karibasees. Dabei sollen jene Teile der majestätischen Wälder Simbabwes bewahrt werden, die nicht durch Jahrzehnte politischer und wirtschaftlicher Turbulenzen zerstört wurden. Am Karibasee soll zum Schutz eines ausgedehnten Waldes und zahlreicher gefährdeter und bedrohter Arten ein Gebiet biologischer Vielfalt entstehen. Mit dem Projekt wird zudem die nachhaltige Entwicklung der Region als auch die Unabhängigkeit der lokalen Gemeinschaften gefördert: durch die Bereitstellung einer Gesundheitsfürsorge, von sauberem Trinkwasser sowie von Schulungen zu projektbezogenen Aktivitäten wie landwirtschaftlichen Praktiken, der Bienenzucht und der Wartung von Bohrlöchern. Auch die Geschlechtergleichstellung ist den Projektinitiatoren ein Anliegen: Mehr als 40 % der Teilnehmer an den Kariba-Schulungsprogrammen sind Frauen.

Kompensation von Kohlenstoffemissionen seit unserer Gründung

2019 entschlossen wir uns dazu, alle THG, die wir seit der Gründung von Adyen im Jahr 2006 verursacht haben, zu kompensieren. Zu diesem Zweck kauften wir Gutschriften – auch Emissionszertifikate genannt – von durch Drittanbieter verifizierten Projekten, die der Reduzierung von Emissionen gewidmet sind. Diese Projekte unterstützen die Aufforstung von Wäldern, die Solarenergiegewinnung und die Bindung von Methangasen auf Mülldeponien, damit diese nicht in unsere Atmosphäre gelangen. Durch diese Bemühungen haben wir einen neuen Weg beschritten und konnten damit unserem Namen (Adyen bedeutet in Sranan „Neubeginn“) gerecht werden.

Jacundá
Schutz des Regenwaldes und der Wildtiere in Jacundá, Brasilien

Die Ziele des Jacundá-Projekts sind der Schutz von 35.000 Hektar ursprünglichen Regenwalds und die Ausweisung als Schutzgebiete von 95.000 Hektar des Amazonasgebiets. Die lokalen Gemeinschaften werden dazu angeregt, an Workshops zur Überwachung der biologischen Vielfalt teilzunehmen, um selbstständig eine Lieferkette für Nichtholzprodukte wie Acai und Paranüsse aufbauen zu können. Diese Lieferkette trägt direkt dazu bei, die Freisetzung von CO2 in die Atmosphäre zu verhindern und so die Ökosysteme des Urwalds zu erhalten. Da aktuell 130 Einwohner aktiv an diesem Projekt beteiligt sind und da für die lokale Gemeinschaft eine Reihe von Workshops zur Gesundheitsförderung und Familienplanung organisiert werden, trägt das Projekt darüber hinaus zum allgemeinen Wohlbefinden und wirtschaftlichen Wachstum der Gemeinde Jacundá bei.

Luz del Norte
Solarenergie in Nordchile

In dem Solarpark Luz del Norte wird der in reichlichem Ausmaß verfügbare chilenische Sonnenschein in Form von Solarenergie aufgefangen und in das zentrale chilenische Stromnetz eingespeist, sodass fossile Energien durch eine saubere Alternative ersetzt werden. Das Projekt Luz del Norte beschäftigt über 350 Mitarbeiter und trägt dadurch auch zur lokalen Wirtschaft bei.

Mytrah
Windenergie in Rajasthan, Andhra Pradesh, Madhya Pradesh und Telangana, Indien

Die Teilnehmer des Windenergieprojekts Mytrah setzen sich dafür ein, dass in Indien weniger Elektrizität auf Basis fossiler Brennstoffe gewonnen wird. Stattdessen setzt man auf Strom, der in Windparks erzeugt und in das indische Stromnetz eingespeist wird. Da mehrere Windparks an der Windenergiegewinnung für dieses Projekt beteiligt sind, profitieren die lokalen Gemeinschaften von neuen Arbeitsplätzen, Zugang zu sauberem Trinkwasser und Bildungsmöglichkeiten. Auch bei dem Mytrah-Projekt wird die Geschlechtergleichberechtigung gefördert, da Frauen und Mädchen gezielt über Geschlechterrechte und die persönliche Gesundheitsförderung aufgeklärt werden. Adyens Beitrag führte bislang zur Generierung von 2 Megawatt Windenergie.

Vietstar
Nachhaltige Abfallbehandlung in Củ Chi, Vietnam

Durch eine nachhaltige Abfallbehandlung und Kompostierung können im Abfallbehandlungsprojekt Vietstar in großem Umfang Methanemissionen eingespart werden. Als Ergebnis unserer Investition konnte die Entsorgung von 30.824 tCO2e organischer Abfälle vermieden werden und es wurden Hunderte von Arbeitsplätzen im Betrieb der Abfallbehandlungsanlage geschaffen. Der bei der Abfallbehandlung und Kompostierung entstandene nachhaltige Kompost wird an die örtlichen Landwirte verteilt, wodurch auch die lokalen Nachhaltigkeits- und landwirtschaftlichen Praktiken verbessert werden.

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