SEPA-Lastschriftverfahren: 10 Best Practices

Schöpfen Sie mit dem führenden Lastschriftverfahren Europas Ihr gesamtes Potenzial in Deutschland, Österreich und den Niederlanden aus.

Das SEPA-Lastschriftverfahren (Single Euro Payments Area, deutsch: einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum) ist eine Bankkonto-gestützte Zahlungsmethode, die in ganz Europa sowohl für E-Commerce als auch für wiederkehrende Zahlungen verwendet werden kann.

Es funktioniert in Verbindung mit lokalen E-Banking-Services wie SOFORT und Giropay in Deutschland, iDEAL in den Niederlanden und EPS in Österreich.

Lesen Sie mehr zu lokalen Zahlungsmethoden hier

 

SEPA als Alternative zur Kreditkarte

Das SEPA-Lastschriftverfahren ist eine Alternative zu Kreditkarten und sollte ein fester Bestandteil Ihres Zahlungs-Portfolios sein, vor allem in jenen Ländern der Eurozone, in denen der Marktanteil von Kreditkarten gering ist.

Es eignet sich insbesondere für Unternehmen, die auf einem Geschäftsmodell mit Abonnements basieren, oder die junge Käufer erreichen möchten, die noch keine Kreditkarte besitzen. Ein zusätzlicher Vorteil dieser Methode liegt in den vergleichsweise niedrigen Gebühren für inländische sowie grenzüberschreitende Zahlungen.

Adyen bietet optimierte SEPA-Lastschriftverfahren für Zahlungsabwicklungen am Desktop und auf Mobilgeräten. Zusätzlich kann Adyen die Käufer- und Bankkontodaten nach der ersten Zahlung speichern, sodass Kunden ihre IBAN nicht ein zweites Mal eingeben müssen, was für eine angenehme und nahtlose Abwicklung bei weiteren Zahlungen sorgt. 

All diese Faktoren machen das SEPA-Lastschriftverfahren zu einer attraktiven Zahlungsoption für Unternehmen. Bevor Sie es implementieren, sollten Sie sich jedoch über einige Dinge bewusst sein:  

Im Gegensatz Kreditkarten hat das SEPA-Lastschriftverfahren keine zusätzliche Authentifizierungsebene wie etwa eine CVC-Prüfung oder 3‑D Secure. Deshalb ist es umso wichtiger, gute Risikomanagement-Tools zu verwenden, um etwaige Betrugsfälle auszuschließen.   

Beim SEPA-Lastschriftverfahren dauern der Clearingprozess und die Settlement-Zeit relativ lange. Sie müssen bis zu drei Tage warten, bis Sie eine Zahlungsbestätigung Ihrer Käufer erhalten. Außerdem können Käufer innerhalb von acht Wochen nach dem Kauf online ein sogenanntes Chargeback – also eine Rückbuchung – durchführen, ohne einen Grund angeben zu müssen. Im Extremfall kann diese Frist sogar ganze 13 Monate betragen.

 

10 SEPA Best Practices

Hier sind 10 Best Practices, die es zu beachten gilt, wenn Sie das SEPA-Lastschriftverfahren implementieren möchten: 

  1. Retailern empfehlen wir, sieben Tage mit dem Versand zu warten, um Verluste im Fall von erfolglosen Zahlungen zu vermeiden.
     
  2. Ticketanbieter und Fluglinien sollten Zahlungen mittels SEPA-Lastschriftverfahren nur dann erlauben, wenn zwischen der Zahlung und dem Flug oder der Veranstaltung ausreichend Zeit zum Settlement liegt. Auf diese Weise kann die Transaktion storniert werden, falls sie nicht erfolgreich ist.
     
  3. Abhängig von Ihrem Geschäftsmodell kann es sinnvoll sein, eine Obergrenze für den Transaktionswert bei SEPA-Lastschriften festzulegen. Ein guter Anhaltspunkt hierfür ist der durchschnittliche Transaktionswert Ihrer Chargebacks.
     
  4. Wenn Sie das SEPA-Lastschriftverfahren für hohe Transaktionswerte anbieten möchten, sollten Sie Ihre Kunden unbedingt bei lokalen Credit Score Agenturen überprüfen. Für den Fall, dass Sie die Gelder Ihrer Käufer nicht einziehen können, das Produkt aber bereits verschickt haben, ist es üblich, mit lokalen Inkassounternehmen zusammenzuarbeiten.
     
  5. Wenn Sie Ihre Zahlungen mit Adyen abwickeln, ziehen wir die Gelder für Sie ein. Das bedeutet, dass neben Ihrem Namen auch „Adyen“ sowie die Gläubiger-ID von Adyen auf dem Kontoauszug Ihrer Kunden erscheinen. Um Verwirrung und Chargebacks zu vermeiden, ist es wichtig, dass Sie Ihre Kunden über diesen Umstand aufklären.
     
  6. Machen Sie auf Ihrer Bestätigungsseite sichtbar darauf aufmerksam, dass die vollständige Abwicklung der Zahlung bis zu sieben Tage in Anspruch nehmen kann. Dann wissen die Käufer, dass ihr Konto erst etwas später belastet wird.
     
  7. Denken Sie daran, in Ihren Retouren-/Rückerstattungsrichtlinien deutlich zu machen, dass Rückerstattungen einige Tage dauern können. Damit verringern Sie das Risiko, dass Kunden in dieser Zeit ein Chargeback durchführen.
    Vorsicht: Eine Zahlung über SEPA-Lastschrift kann von den Käufern mittels Chargeback auch dann noch rückgängig gemacht werden, wenn bereits eine Rückerstattung vorgenommen wurde. Folglich ist es etwas riskant, eine SEPA-Lastschrift rückzuerstatten, wenn mit dem betreffenden Kunden gerade ein Konflikt besteht.
     
  8. Achten Sie darauf, Ihre IBAN-Blacklist immer auf dem aktuellsten Stand zu halten, um Zahlungen von ungültigen Bankkonten zu erkennen und zu blockieren.
     
  9. Verwenden Sie entsprechende Tools, um die Risiken von Chargebacks so gering wie möglich zu halten. Beispiel: Richten Sie Velocity Checks ein und nehmen Sie diese regelmäßig unter die Lupe, um die Anzahl an Bestellungen, die ein Käufer in einem bestimmten Zeitraum aufgeben kann, einzuschränken.
     
  10. Viele Transaktionen werden aufgrund mangelnder Deckung auf dem Bankkonto des Käufers abgelehnt. In diesem Fall lohnt es sich, etwas später – idealerweise nachdem der Kunde sein monatliches Einkommen erhalten hat – erneut zu versuchen, die Transaktion abzuwickeln. Deshalb sollten Sie bei der Planung und Anpassung Ihres Retry-Systems die Ablehnungsgründe berücksichtigen, die Ihnen die Bank des Kunden bereitstellt.

 


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