Mobiles Bezahlen mit Apple Pay

Die Mobile Payment App von Apple ist nun auch in Deutschland verfügbar. Wie funktioniert das Bezahlen mit Apple Pay eigentlich und warum lohnt es sich für Händler diese Zahlungsmethode anzubieten?

Nachdem dieses Jahr bereits Google Pay nach Deutschland gekommen ist, zieht nun auch Apple Pay nach. Vor vier Jahren ist der Bezahldienst in den USA gestartet und bisher weltweit in 27 Ländern und Regionen verfügbar. Auch Händler in europäischen Nachbarländern wie Großbritannien, Frankreich, Schweiz, Italien, Spanien und seit kurzem auch Belgien ermöglichen das Bezahlen über verschiedene Apple-Geräte bereits in Geschäften, In-App oder auf Websites.

Doch warum kommt Apple Pay erst jetzt nach Deutschland?
Die Gründe dafür, warum Mobile Payments sich im Allgemeinen noch nicht weiter etablieren konnten, sind unterschiedlicher Natur. Sicherheitsbedenken, geringe Bekanntheit der Anbieter, zusätzliche Kosten, die Liebe zum Bargeld oder auch fehlende Bereitschaft der Händler neue Technik einzuführen, sind nur ein paar Gründe, die viele Anbieter abschrecken, ihren Service auch hierzulande anzubieten.

Dass Deutschland daher beim Thema Mobile Payments im weltweiten Vergleich eher noch etwas zurückliegt, ist nicht überraschen. Unsere Umfrage ergab, dass für 65 % der Deutschen Bargeld immer noch die bevorzugte Bezahlmethode für alltägliche Käufe im Laden ist. Während weltweit bereits über 52 % der Online-Einkäufe über unsere Plattform von mobilen Endgeräten aus abgeschlossen werden, sind es dagegen in Deutschland nur 41,5%. Die Anzahl mobiler Transaktionen ist jedoch auch in Deutschland in den vergangenen Jahren stark gestiegen.

Erfahren Sie mehr:

Mobiles Bezahlen in Deutschland

5 Minuten

Funktionsweise & Integration

Um Apple Pay verwenden zu können, muss der Nutzer seine Kredit- oder Debitkarte auf dem jeweiligen mobilen Gerät (dem iPhone, iPad oder der Apple Watch) hinterlegen. Je nach Modell und Betriebssystem können acht bis zwölf Karten pro Gerät hinterlegt werden.
Diese Karten müssen von einer der Banken ausgegeben sein, mit denen Apple hierzulande zusammenarbeitet. Aktuell planen in Deutschland verschiedene Banken mit Apple Pay zu kooperien, wie Deutsche Bank, HypoVereinsbank, Hanseatic Bank, Fidor Bank, n26, American Express und Comdirect Bank.

In teilnehmenden Geschäften haben Nutzer außerdem die Möglichkeit, Kundenkarten zu ihrem Wallet hinzuzufügen, um sich damit Kundenvorteile zu sichern. Diese können auch so eingestellt werden, dass sie automatisch beim Betreten eines dieser Geschäfte im Sperrbildschirm angezeigt wird, um den Nutzer direkt daran zu erinnern, Punkte zu sammeln.

Bezahlung online

Apple Pay funktioniert online im Safari-Browser, auf vielen Websites und in Apps. Käufer können bequem den „Bezahlen mit Apple Pay“-Knopf klicken, ohne jedes Mal die Kontakt-, Adress- und Zahlungsdaten erneut eingeben zu müssen. Bestätigt wird diese Bestellung dann per Fingerabdruck oder Passwort.

Zum Überprüfen der getätigten Transaktionen hält das Wallet eine Übersicht bereit, die die letzten zehn Transaktionen anzeigt. Abhängig nach Bank und Issuer werden nur die Transaktionen gezeigt, die von dem Gerät getätigt wurden, oder aber auch alle weiteren, die über das Konto, sei es über andere Geräte oder physische Karten, getätigt wurden.

Bezahlung im Geschäft

Kunden können Apple Pay auch zum Bezahlen im Laden an der Kasse nutzen. Geschäfte, die diesen Service anbieten, sind durch das Apple Pay- und NFC-Symbol gekennzeichnet. Diese Symbole zeigen an, dass kontaktlose Zahlungen im Laden akzeptiert werden. In Deutschland bieten bereits viele Einkaufs- und Supermarktketten diesen Service an. In vielen anderen Ländern können Nutzer dadurch bereits nicht nur in Geschäften, sondern auch in Restaurants, Taxis, an Verkehrsautomaten und vielen anderen Orten mobil bezahlen.

Zum Bezahlen im Geschäft wird einfach die virtuelle Kreditkarte auf dem Apple-Gerät aufgerufen und an das Kartenlesegerät gehalten. Mit dem iPhone können Kunden entweder per Authentifizierung über Face ID oder Touch ID ihren Kauf sekundenschnell bestätigen, anstelle der ursprünglichen PIN-Eingabe oder Unterschrift. Nutzer der Apple Watch müssen jede Zahlung lediglich durch einen Doppelklick bestätigen, weshalb eine eigentliche Authentifizierung entfällt. Allerdings werden sie beim Anlegen der Uhr ohnehin aufgefordert einen Code eingeben.

Das Bezahlen mit einem Mobile Wallet spart nicht nur Zeit und lästiges Heraussuchen der Bankkarte und Unterschreiben des Belegs. Es wird außerdem durch die Verwendung des Fingerabdrucks oder der Face ID eine erhöhte Sicherheit gewährleistet, im Vergleich zur PIN-Eingabe oder Unterschrift. Ebenso wie beim kontaktlosen Bezahlen mit Karten werden bei Einkäufen bis 30€ weder die Bestätigung durch Fingerabdruck noch einer anderen Form von Authentifizierung gefordert.

Fortschrittliche Sicherheitsinfrastruktur

Während des Bezahlprozesses wird eine unabhängige Zahlenfolge zur Verschlüsselung der sensiblen Payment-Daten angelegt. Diesen Prozess nennt man Tokenization. Mit diesem sicheren Token müssen bei Folgeeinkäufen die Daten nicht noch einmal manuell neu eingeben werden.

Aufgrund der neuen Datenschutz-Grundverordnung DSGVODSGVO sind alle Händler, die personenbezogenen Daten ihrer Kunden besitzen oder verarbeiten, dazu angehalten transparent zu gestalten, welche Daten gespeichert werden und zu welchem Zweck. Der Nutzer hat das Recht auf die Offenlegung der Datenspeicherung und das Recht auf Löschung seiner „Daten.“

Chancen für Händler

Gründe, weshalb Händler Mobile Wallets als Zahlungsmethode aufnehmen sollten, gibt es einige. Allen voran die stetig wachsende Anzahl an Transaktionen, die über Mobilgeräte stattfinden. Unsere globalen Daten belegen 2017 erstmals, dass mobile Zahlungen den Desktop übertreffen. Smartphones und Tablets werden immer häufiger im Online-Shopping genutzt und haben Desktopcomputer als beliebteste Technologie im E-Commerce abgelöst. In Deutschland wird bis 2021 sogar ein Zuwachs der Nutzerzahl von Mobile Payments von 6,1 Millionen prognostiziert.

Ein weiteres Argument liegt in der zunehmenden Offenheit der Kunden gegenüber kontaktlosem Bezahlen im Laden. Auswertungen unserer europäischen Umfrage zeigen, dass bereits 70% der deutschen Konsumenten kontaktlos mit Karte oder über ein digitales Wallet bezahlen würden. In Großbritannien sind es sogar 88%.

Außerdem stellt die stark ansteigende Anzahl von Apple Pay Nutzern weltweit einen weiteren Anreiz zur Integration dar. Laut Statista stieg die Anzahl von 62 Millionen in 2016 auf 127 Millionen Nutzer in 2017. Im Vergleich zu den anderen Wallets wie Samsung Pay und Google Pay, hat Apple Pay bereits jetzt deutlich mehr aktive Nutzer.

Fakt ist, dass die Nutzung von Mobilgeräten stetig zunimmt. Daher ist ein ansprechendes und unkompliziertes mobiles Zahlungserlebnis entscheidend für das Wachstum eines jeden Händlers. Dazu zählen sowohl die Bereitstellung gängiger Zahlungsmethoden, wie Mobile Wallets, als auch die Vereinfachung des Checkout-Prozesses mittels 1-Click-Zahlungen. Händler sollten also schnellstmöglich über einen Ausbau in das mobile Kundenerlebnis investieren und entsprechend verbessern, um höhere Conversion Rates zu erzielen.

Adyen bietet eine Komplettlösung für Apple Pay, einschließlich Reconciliation-, Reporting- und Settlement-Servcies.

Wenn Sie mehr Informationen erhalten möchten oder Preise einsehen wollen, besuchen Sie unsere Website.

Integration von Apple Pay

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