Innovative Einzelhändler in Berlin

Auf welche Customer Journeys setzen Händler?

Immer häufiger lesen wir, dass es stationäre Geschäfte in der heutigen Zeit aufgrund des Strukturwandels in der Branche schwer haben, langfristig erfolgreich zu bleiben. Der stationäre Handel wächst zwar noch im niedrigen einstelligen Prozentbereich, der Online-Handel hingegen zweistellig. Die Chancen durch die Digitalisierung werden von vielen vor allem großen Händlern noch nicht genutzt.

Zudem eröffnen Online-Pure-Player ihre Läden und Showrooms vor Ort: Amazon, Bonobos, Zalando – das sind nur ein paar Beispiele von Händlern, die online gestartet sind und nun auch die Shopping-Straßen erobern. Aber auch abseits dieser bekannten Beispiele gibt es Händler, die ihre Geschäfte erfolgreich transformieren und Kunden mit cleveren Attraktionen und In-Store-Erlebnissen begeistern.

Welche Beispiele gibt es auf Berlins Einkaufsstraßen?

Wir haben uns in der Shopping-Metropole Deutschlands in den verschiedenen Bezirken umgeschaut. Besonders spannend sind die unterschiedlichen Facetten, die die Stadt zu bieten hat - von den Kiezen in Prenzlauer Berg oder Neukölln über trendy Mitte bis hin zu den Pracht-Shopping-Straßen wie dem Ku’damm oder der Friedrichstraße. Was uns aufgefallen ist: der Einzelhandel ist weit davon entfernt auszusterben und scheint zudem viel aufregender zu sein als jemals zuvor. Von Start-ups, kleinen Einzelläden oder erfolgreich etablierten Marken – hier ist eine Bestandsaufnahme des Einzelhandels.

Eine neue Generation der Shopping-Mall als hippes Erlebnis-Center

Das Bikini Berlin am Zoologischen Garten ist eine Institution, die jeder in Berlin kennen sollte. Mit seiner bewegenden Geschichte, die mit dem Bau des Gebäudes nach dem zweiten Weltkrieg begann, gilt es als ein Wahrzeichen Westberlins. In den 60er Jahren waren dort über 60 Modefirmen ansässig und das Geschäft blühte. Doch mit dem Fall der Mauer verlor es an Glanz und verfiel nach und nach. Erst 2014 wurde der denkmalgeschützte Gebäudekomplex revitalisiert und zu einem Vorbild einer Shopping-Mall der Zukunft.

Heutzutage ist das Bikini Berlin eine Anlaufstelle für jedermann und bietet einen Mix aus Shopping, Kulinarik, Arbeiten, Unterhaltung und Erholung. Die Mall ist Heimat von vielen kleineren Geschäften oder Boutiquen für Kunst, Fashion oder Lifestyle. Außerdem gibt es im Ausstellungsraum Platz für viele modulare Pop-up-Stores, die entweder von jungen Designern oder auch von bekannten Marken zum Launch eines neuen Produktes genutzt werden können.

Für kulinarische Glücksmomente sorgt das Kantini, die hauseigene Foodhall, die mit verschiedenen ausgefallenen Essensangeboten Besucher zum Verweilen einlädt. Weitere Highlights sind die riesige Dachterrasse mit einem großartigen Blick über den Berliner Zoo, und die zahlreichen Events und Ausstellungen, die hier stattfinden wie z.B. die berühmte Ausstellung des Künstler Banksy.

Damit hat sich das Bikini Berlin zur urbanen Oase inmitten der Stadt entwickelt, wo Besuchern immer etwas neues geboten wird und damit das Vorbild für innovative Einkaufserlebnisse darstellt.

Bikini Berlin

Bayerischer Hausbau/Bikini Berlin

Mehr zum Erlebnis-Shoppingcenter und besonderen Store-Konzepten lesen Sie in Alexa von Bismarcks Erfahrungsbericht hier >

Namhafte Brands auf den größten Shopping-Straßen Berlins

Welche Marken übertreffen in Sachen In-Store Experience alle Erwartungen?

Pop up Stores

Die Idee der temporären Präsenz von Shops ist nicht mehr neu. Allerdings gibt es bei der Art und Weise der Ausführung zusammen mit dem Zweck immer wieder interessante Möglichkeiten für Unternehmen.

So hatte die Supermarktkette REWE sich diesem Konzept bedient, um die Discounter-Produkte der Eigenmarke “ja!” in einem Pop up Store in Berlin Mitte in den Hackeschen Höfen zu präsentieren. Unter dem Motto “Leckeres Essen muss nicht viel kosten” wurden verschiedene deutsche Gerichte und deren Rezepte als Anreiz vorgestellt und konnten vor Ort gekauft werden. Ein weiterer positiver Beigeschmack: alle Einnahmen des Shops wurden an eine wohltätige Einrichtung gespendet.

Eine weitere clevere Idee, die eigene Markenbekanntheit zu steigern, ist es Kunden zu animieren, Fotos vom Laden in den sozialen Netzwerken zu teilen.

Ein Highlight für jeden Influencer oder Blogger war der Pop-up Store von Magnum am Ku’damm. Kunden konnten hier aus einer Auswahl an Zutaten ihr ganz persönliches Magnum-Eis selber zusammenstellen. Die Ergebnisse waren nicht nur für jeden Eis-Fan eine große Freude, sondern auch für Hobbyfotografen.

Personalisierung von Produkten

Die Möglichkeit sich Produkte personalisieren zu lassen, ist ein schöner Anreiz für Kunden ein Geschäft zu besuchen.

Im Flagship-Store von Rittersport in der Friedrichstraße können Besucher ihre ganz eigene Rittersport-Schokolade kreieren und das personalisierte Schokoladenquadrat innerhalb von einer Stunde abholen. Während der Wartezeit wird der Kunde dazu eingeladen, die Geschichte der Marke interaktiv zu verfolgen, Souvenirs für Freunde einzukaufen oder im Café die hauseigenen Produkte zu genießen.

Auch der Brillenhersteller YUN bietet einen interessanten Personalisierungs-Service. Im Schaufenster des Brillengeschäfts steht eine große Maschine, ansonsten wirkt der Laden eher clean und fast steril. Doch der Service, der hier geboten wird, ist wohl einzigartig: in nur 20 Minuten werden personalisierte Korrekturbrillen produziert. Nach der Messung der Sehstärke werden die Gläser individuell auf den Kunden angepasst und die fertige Brille kann sofort mitgenommen werden.

Erfahren Sie mehr darüber, was Käufer wirklich wollen:

Kundenspezifische Personalisierung

5 Minuten

Nachhaltige Markenerlebnisse

Berlin ist bekannt für seine vielen Biomärkte, veganen Supermärkte oder kleineren Läden mit lokal hergestellten Produkten.

Aber auch viele bekannte große Marken sind sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst und wollen mit ihrem Konzept Gutes tun, was viele Kunden begeistert. So produzieren sowohl Lush als auch Bodyshop ihre Produkte nachhaltig, ohne Tierversuche und bieten auch gänzlich biologische/organische Produkte an. Lush unterstützt zudem noch Wohltätigkeitsvereine und -initiativen, und vertreibt die Mehrzahl seiner Produkte ohne Verpackung, um der unnötigen Plastik-Müllproduktion entgegenzuwirken.

Ein sehr interessantes Konzept hat auch das kleine Unternehmen Sirplus, das sich der Lebensmittelverschwendung entgegen setzt. In ihren Stores rund um Berlin und über den Online-Shop verkaufen sie überschüssige Lebensmittel, also jene, die nicht der Norm entsprechen oder deren Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Damit helfen sie, sowohl Bewusstsein für Verschwendung zu schaffen, als auch die Überproduktion nachhaltig zu reduzieren.

Beeindruckende digitale Experiences

Technologie verändert die Art und Weise, wie wir Dinge erleben, Produkte suchen und letztendlich auch kaufen.

Virtual Reality

Eines der IKEA-Einrichtungshäuser in Berlin bietet seinen Kunden interaktive 3D-Produkterlebnisse in einen Virtual Reality Showroom. Kunden können hier über Oculus Rift ganze Räume erleben, Möbel in Echtzeit konfigurieren und Materialien, Texturen und Wandfarben ändern. Sogar ein Tageszeitenwechsel wird ermöglicht, um die Produkte in unterschiedlichen Lichtstimmungen zu vergleichen. Inspiration und Co-Creation sind der Kern dieses Konzepts, bei dem die VR-Applikation einen interaktiven, visuellen Hub bildet, um individuelles Interior Design für jeden Nutzer ganz einfach erlebbar zu machen.

Installationen

Im DRIVE, dem modernen Flagship-Store der Volkswagen Gruppe in der Straße Unter den Linden, gibt es einige interessante Installationen, die dem Besucher das Thema ‚World of Mobility‘ näher bringen sollen. Ein enorm großes Gästebuch zeigt durch Projizierung Videos zu Themen wie der VW Geschichte, Innovationen und Automobile, die sich durch physisches Umblättern der Seiten ändern und wechseln.

Nichtsdestotrotz sollten Einzelhändler darauf achten, dass digitale Erlebnisse niemals um jeden Preis eingesetzt werden, sondern nur dann, wenn sie ihre Marke unterstützen und eine sinnvolle Interaktion schaffen, die sich positiv auf das Einkaufserlebnis der Kunden auswirkt.

Was unterscheidet erfolgreiche Einzelhändler von anderen?

Unsere globale Umfrage hat ergeben, dass trotz der zunehmend digitalisierenden Retail-Landschaft, Kunden nach wie vor gerne im Laden einkaufen, weil sie die Erlebnisse im Laden schätzen und Produkte direkt vor Ort entdecken möchten.

Verbraucher erwarten heutzutage, das einzukaufen, was sie möchten – und zwar wie, wo und wann sie wollen und dass sie dabei die Interaktion mit dem Einzelhändler definieren. Unified Commerce ermöglicht es Händlern, diese Erwartungen durch komfortable und kontextorientierte Shopping-Erlebnisse zu erfüllen. Der Fokus auf POS-Technologien und Personalisierung kann zukunftsorientierte Händler dabei unterstützen, dynamische Verbindungen zwischen digitalen und physischen Kanälen zu schaffen.

Erfolgreiche Händler haben erkannt, die Stärken der Einkaufserlebnisse im Laden besser für sich zu nutzen. Es reicht nicht mehr aus, Produkte einfach nur auf großen Ladenflächen zu präsentieren. Sie haben ihre Läden in aufregende Orte umgewandelt, die Kunden gerne und häufig besuchen. Außerdem setzen sie auf konsistente Markenerlebnisse in jedem Touchpoint. Egal ob nun online oder im Laden, der Kunde kann mit gleichbleibenden Erlebnissen rechnen. Kunden kaufen letztendlich bei den Marken ein und nicht auf Kanälen.

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