Das kleine Payment ABC

Alles, was Sie über Payments wissen müssen und wie Sie mit einer optimierten Zahlungsabwicklung das Wachstum Ihres Unternehmens steigern können.

Für eine erfolgreiche Zahlungsabwicklung, ist es vorerst wichtig zu verstehen, was in dem Moment passiert, wo ein Kunde auf „Kaufen“ klickt: Nachdem der Käufer im Checkout gebeten wurde, seine Zahlungsdaten einzugeben, prüft der Risikobewerter die Transaktion im Hintergrund, um einen Betrugsversuch auszuschließen.

Falls es sich um eine Kartenzahlung handelt, stellt der Acquirer, der als Händlerbank fungiert, eine Verbindung zum Issuer her, also der ausstellenden Bank des Käufers, und stellt eine Anfrage zur Autorisierung. Der Processor oder Zahlungsabwickler erhält dann eine Antwort vom Acquirer und entweder verarbeitet er die Zahlung oder teilt mit, dass die Zahlung abgelehnt wurde. Sobald die Zahlung autorisiert wurde, kommt es zum Settlement, wo Geld auf ihre Bank eingezahlt wird.

In jedem Abschnitt entlang der Zahlungsabwicklung gibt es also verschiedene Akteure und Punkte, die es zu beachten gilt. Wir haben im Folgenden hilfreiche Tipps für Sie zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen, Ihren Umsatz zu steigern.

 

1. Optimieren Sie Ihren Checkout

Ein Kunde hat sich für den Kauf Ihres Produktes oder Services entschieden und wird nun aufgefordert seine Zahlungsdaten online oder mobil einzugeben. Es ist äußerst wichtig, dass Sie es Ihren Kunden so einfach wie möglich machen, ihre Zahlungsdaten einzugeben, sowohl unter Einhaltung der PCI-Compliance und als auch ohne Weiterleitung auf eine weitere Seite.

Gestalten Sie unkomplizierte Einkaufserlebnisse indem Sie 1-Click-Zahlungen ermöglichen. Dabei werden die Daten des Kunden mit einem sicheren Token für spätere Käufe gespeichert.

Denken Sie daran, das Zahlungserlebnis für alle Bildschirmgrößen zu optimieren. Durch die stetig steigende Anzahl an Käufen über Mobilgeräte sollten Sie vor allem an einen angepassten Checkout für Mobilgeräte denken. Besonders die Einbindung von Mobile Wallets ermöglicht einen reibungslosen Ablauf, mit dem Sie Ihre Kunden begeistern können.

Erfahren Sie mehr über die Optimierung Ihrer Mobile Payments

 

2. Vereinfachen Sie Zahlungen im Laden

Nichts ist frustrierender als lange Schlangen an der Kasse im Laden. Für viele Kunden ist dies bereits ein Grund den Laden zu verlassen, ohne etwas gekauft zu haben. Eine einfache Möglichkeit diesem Problem zu begegnen, sind mobile POS-Terminals, mit denen Verkäufer im gesamten Laden Zahlungen annehmen können.

Mit weiteren Funktionen eines smarten Terminals können Sie z.B. die Shopping-Historie eines Käufers anhand der genutzten Karte erkennen und so personalisierte Erlebnisse schaffen. Sei es, dass die Karte als Treuekarte genutzt wird, um loyale Kunden zu belohnen oder eine automatische Spracherkennung, die bei der Eingabe der Zahlungsdaten unterstützt, bis hin zur dynamischen Währungsumrechnung (DCC), die den Käufer wählen lässt, in welcher Währung bezahlt werden soll.

Ist ein Produkt bereits ausverkauft oder gibt es den Artikel nicht mehr in der gewünschten Farbe oder Größe? Auch dies sollte kein Grund sein, einen Laden unverrichteter Dinge zu verlassen. Mit der Einrichtung von Endless Aisle, also der Anbindung des Inventars Ihres Online-Shops im Laden, sollten keine Kundenwünsche unerfüllt bleiben.

Lesen Sie hier, wie ein niederländisches Kaufhaus mPOS-Terminals verwendet

3. Erreichen Sie mehr Kunden mit lokalen Zahlungsmethoden

Nicht überall auf der Welt gelten Kreditkarten als beliebteste Zahlungsmethode. In vielen Ländern Europas werden besonders Online Banking, Zahlung auf Rechnung oder Lastschriftverfahren häufig genutzt. China ist der Vorreiter in Sachen Mobile Payments, was durch Anwendungen wie WeChat Pay und Alipay vorangetrieben wird. In anderen Ländern Südostasiens oder auch Brasilien haben bargeldbasierte Zahlungsmethoden einen großen Einfluss auf die Payment-Landschaft.

Es gibt daher keine Standardlösung und jeder Markt hat seine Feinheiten, die beachtet werden müssen, um den jeweiligen Käufern personalisierte Erlebnisse anbieten zu können. Bieten Sie Ihren Kunden weltweit gezielt eine Liste relevanter Zahlungsmethoden, die sich dynamisch dem Standort, Gerät und Warenkorb des Kunden anpasst.

Entdecken Sie die wichtigsten Zahlungsmethoden weltweit

 

4. Abgestimmtes Risikomanagement

Beim Risikomanagement sollten Sie darauf achten ein gutes Verhältnis zu finden, um Betrüger zu blockieren, aber gleichzeitig Ihre echten Kunden nicht am Kauf zu hindern. Zahlungsanbieter wie Adyen bieten daher einen dynamischen Ansatz des 3D Secure Verfahrens an, bei dem Transaktionen in Echtzeit geprüft werden.

Bei diesem Verfahren werden nur bei risikoreich eingestuften Transaktionen, die anhand vorab festgelegter Kriterien geprüft werden, zusätzliche Schritte zur Überprüfung der Authentizität eingefügt, während treue Kunden den Vorgang überspringen. Die neueste Version, 3D-Secure 2.0, soll zusätzlich den Einsatz von App-basierter Authentifizierung erleichtern, ohne Weiterleitungen oder Unterbrechungen.

Erfahren Sie mehr über Adyens Risikomanagement-Lösung

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5. Verbessern Sie die Abwicklung von Kreditkarten

Um das Optimum aus Ihrer Kartenabwicklung herauszuholen, sollten Sie genau wissen, welche Faktoren darauf einen Einfluss haben, wie z.B. die Kosten, die im Zusammenhang des Processings entstehen. Den größten Kostenpunkt stellen in der Regel die Interchange-Gebühren dar, die von Markt zu Markt variieren. Beeinflusst werden diese durch lokales Processing oder auch die Kategorie, in die Ihr Unternehmen eingeordnet wird (MCC).

So kann ein Acquirer vor Ort, der Transaktionen lokal verarbeiten kann, von begünstigen Tarifen profitieren. Diese Einsparungen würden Ihnen zugutekommen, wenn die Abrechnung nach dem Preismodell Interchange++ erfolgt. Hier sehen Sie exakt, was Sie für jede Transaktion bezahlen müssen ohne versteckte Kosten oder Zuschläge, wie es beim Mischpreis-Verfahren (blend fees) der Fall sein kann.

Des Weiteren sollten Sie Ihre Kartenautorisierungsraten im Auge behalten. Eine hohe Autorisierungsrate bedeutet, dass mehr Zahlungen Ihr Unternehmen erreichen und das wiederum bedeutet mehr Umsatz. Manchmal kann es jedoch vorkommen, dass Zahlungen abgelehnt werden, und die Gründe dafür können vielseitig sein.

Manchmal handelt es sich nur um eine technische Störung seitens der Bank. In diesem Fall würde ein Retry (weiterer Versuch die Zahlung durchzuführen) die abgelehnte Zahlung in eine genehmigte umwandeln können. Sie sollten in jedem Fall versuchen, den genauen Ablehnungsgrund in Erfahrung zu bringen und entsprechende Lösungen bereithalten.

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6. Optimieren Sie wiederkehrende Kartenzahlung

Wenn Sie mit wiederkehrenden Zahlungen arbeiten oder gar Abo-Modelle anbieten, in dem Sie Zahlungsdaten Ihrer Käufer speichern, ist es essentiell, dass diese Informationen stets auf dem aktuellsten Stand sind. Mit der Account-Updater-Technologie können Sie die Aktualität von Kreditkarten in Echtzeit überprüfen - egal ob die Karte nun abgelaufen ist oder gestohlen wurde.

Nichtsdestotrotz können Zahlungen fehlschlagen, was z.B. an technischen Ausfällen liegen kann. Hier bietet sich ein Auto Retry (automatische Wiederholung) an. Außerdem können Sie anhand der Auswertung Ihrer Payment-Daten erkennen, wann ein besonders günstiger Tag für die Abrechnung in einem bestimmten Land ist, d.h. an welchem Tag oder zu welchem Zeitraum es also sehr wahrscheinlich ist, dass z.B. die Konten der Kunden gedeckt sein werden.

Damit würden Sie den Zeitpunkt der Abrechnung vielleicht nicht direkt vor dem jeweiligen Zahltag in diesem Land legen, sondern eher auf einen Zeitpunkt danach, wo es wahrscheinlicher ist, dass die Zahlungen eingezogen werden kann.

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7. Nutzen Sie Ihre Payment-Daten für Ihre Business-Strategie

Wenn Sie all Ihre Daten aus allen Kanälen gebündelt auf einer Plattform einsehen können, haben Sie einen Überblick über Ihr gesamtes Business und können daraus schneller Entscheidungen treffen und Ihre strategische Ausrichtung besser planen.

Dies ermöglicht Ihnen alle Vorteile des Unified Commerce. Sie haben so die Möglichkeit, ihren Kunden maßgeschneiderte Erlebnisse zu bieten, die sich perfekt daran anpassen, was Kunden heutzutage von Ihnen erwarten, wie etwa personalisierte Angebote, die kontextbezogen auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Lesen Sie hier, warum Retailer auf Unified Commerce umsteigen sollten

 

Letztendlich haben Sie es als Händler in der Hand, dass eine Transaktion zustande kommt und Umsatz generiert werden kann. Ermöglichen Sie Ihren Kunden so zu bezahlen, wie sie es gewohnt sind und beachten Sie die vorgestellten Punkte, um Ihren Kunden ein einwandfreies und unkompliziertes Einkaufserlebnis bis einschließlich des Bezahlvorgangs zu bieten. So gewährleisten Sie, dass Kunden gerne zu Ihnen zurückkommen und Ihren Service weiterempfehlen.

 

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